Meine Geliebte, ich habe Dir viel zu (Brief 12)

Zusammenfassung

Otto Gross berichtet Frieda Weekley vom Bruch mit Else Jaffé, die sich von ihm abgewandt und einem anderen Mann zugewandt habe, der nach seiner Ansicht das "verkörperte democratische Princip" darstellt und ihm "von jeher unendlich widerwärtig" sei. Der wahre Beweggrund für die Abwendung von Gross sei die Eifersucht Else's auf ihre Schwester (d.i. Frieda Weekley), die sich schon früher "in einer fürchterlichen Reaction" auf beider Liebe gezeigt habe.

Gross befürchtet, daß sich auch Frieda Weekley von ihm abwendet, was zur Folge habe, daß sich auch seine Frau Frieda von ihm trennen werde.

Gross schlägt Frieda Weekley vor, sich mit ihm in England allein zu treffen. Er erhofft sich von einem Treffen auch eine Unterstützung bei dem von ihm betriebenen Selbstentzug von Narkotika.

Otto Gross an Frieda Weekley

 

1.
Meine Geliebte,
ich habe Dir viel zu
sagen, das Alles sich
an Deine Liebe wendet -
es ist aber schon recht
lange her seit Deinem
letzten Brief - und eine
Woche kann dazu ge-
nügen, um einen Men-
schen zu vergessen - - -
Ich habe selbst
ein Ausnahmsgedächtnis

mir bist Du gegen-
wärtig als seist Du
gerade aus dem Zim-
mer gegangen und
solltest in wenigen
Stunden wiederkommen.
So ist's aber wohl bei
Niemandem sonst.
Und dann : Du weisst,
ich habe gar so böse
Ahnungen gehabt.
Nun richtig ist's mit
mir und Else [1] zu
Ende gegangen
. -

Ich habe ein Gefühl
als sei das Schicksal
noch nicht erfüllt
- als sei das erst der
Anfang. Ich habe all-
zuviel vom aller-
wunderbarsten Glück
gehabt - zu hohes
Glück für mensch-
liches Maass - zu
viel an Schaffenskraft
und hohen Plänen
in mir gefühlt - -
es giebt einen Satz

von Heraklit, der
grauenhaft wahr ist :
"die Sonne darf nicht
über das Maass ihrer
Bahn hinaus - sonst
würden die Rache-
geister sie erreichen". [2] -
Mich kriegen sie wohl
jetzt, das fühle ich.
Sie haben mir nun schon
Else weggenommen und
diesen Schlag mit
einer satanischen Ironie
der Mittel und mit ver-
gifteter
Waffe geführt.

2.
Ich würde frei von
diesem Gift bei Dir
- ich käme wieder
obenauf und würde
wieder lachen lernen
aus dankbarem
Herzen heraus und
wieder zur Sonne
beten - - - ich fühle,
jetzt nehmen sie
mir Dich - erst
damit werfen sie
mich aus der Bahn,
die "über das Maass" war - - -

Dann, wenn ich Dich
verliere, dann ist es
anders - dann ist mir
auch Frieda [3] verloren.
Verstehst Du mich recht :
Zu Frieda kommen [4] kann man
nur als starker und stolzer
Mensch, man muss
es so mitbringen -
bei Dir aber wird man so,
wie immer man früher
gewesen sein mag ;
bei Dir ist nur die jetzige
Minute und die Zukunft
wahr
, was aber früher gewesen

ist, das bleibt zurück,
denn Du erlöst von
aller Vergangenheit.

Ich käme nicht zu
Dir, um etwa Trost
zu holen - ich käme,
um bei Deinem Anblick
glücklich zu sein.

Ich habe aber diese
fürchterliche Ahnung,
das eben [5will mein Schicksal
nicht
. Du hast das
goldene Leuchten, das
alle bösen Geister bannt
- Du hast die weisse
Reinheit, die alle Mächte

der Güte und Freude
Dir zu eigen giebt -
die segnet und froh und
stolz macht, was Du
liebst. Mir ist, als hätte
mich schon dieser erste
Schlag nicht treffen
können, wenn Du
mich noch in diesen
letzten Tagen geliebt
hättest - als müsstest
Du mich vergessen haben
- gerade vor einigen Tagen -
und damit wäre ich erst
den bösen Kräften aus-
gesetzt geworden. -

3
Es ist mir so ein drohen-
des Gefühl, dass ich mit
aller Mühe nicht über-
winden kann : wer Deine
Liebe, Deine vor allem
was nicht rein und hell
ist beschützende Liebe
für sich hat
den hätte
vielleicht ein Schlag des
Schicksals getroffen, nie
aber wären hässliche
und höhnische vergiftende
Vampyre in seine
Nähe gekommen. Gerade
das ist mir ich glaube
das Allerquälendste -

4.
dass mich das treffen
konnte, das scheint
mir immer wieder zu
beweisen, dass Du
mich aufgegeben hast.
Das wäre erst das richtige
Besiegtsein - bisher ist
noch ein Rest von früherem
Zustand, von einer Art
Kraftgefühl da : Ich hatte
doch noch etwas zu
gestalten und habe
doch, wenigstens zu
stande bringen können,
dass etwas Klares
und Ganzes geworden ist.

5.
Ich muss erst sagen,
wie's gekommen ist -
dies "wie" ist gar so - - -
Ein alter Freund taucht
wieder auf [6], der das ver-
körperte democratische
Princip [7] und mir von jeher
unendlich widerwärtig ist
- und dem in irgend
einer Weise nahe zu kommen
ein Frevel am natürlichsten
und höchsten Gesetz ist, an
dem Gesetz der Trennung
von Adel und Volk
- - - -
der war ihr wieder lieb
und theuer geworden,
lieber als je - - -

es war entsetzlich - sie
hatte in unglaublicher Ver-
blendung zugleich von
dem Zusammensein
mit mir sich Gutes er-
wartet - im letzten Brief
noch gar so lieb von diesem
geplanten Zusammensein
geschrieben - beinahe [8] zugleich mit
diesem Brief erfahre ich
wer ihr Freund ist - ich hatte
mich natürlich ganz riesig
gefreut darüber, dass sie
einen Freund hat - und wie
ich höre, wer es ist - - - -
ich kann natürlich nicht
mit ihr zusammenbleiben,
so lange der ihr irgendwie
nahe steht - -

6.
ich muss ihr sagen,
dass man nicht Herrn
und Knecht auf eine
Linie stellen kann - -
dass sie nicht den und
mich zugleich bejahen
kann - dass diesem Menschen
gegenüber "er oder ich" gilt -
ich suche dabei vergeblich,
sie wieder zurückzuführen
in ihren früheren anderen
Seelenzustand, wo sie die
meine gewesen war und auf
ihrer höchsten Höhe stand
- wo dieser Mensch ihr
ganz unmöglich

gewesen wäre - dass
dies die eigentliche und
beste Seele in ihr war -
vergeblich - es bleibt
bei der Wahl - sie ist
aber wieder ganz in ihrer
Democratie, hält die
für ihrer Natur entspre-
chend - wieder Social-
askese - alles in allem,
ich hätte müssen von
meinem Gesetz und Weg
in's Thal hinunter und
in die democratische
Niederung hinab, um
noch mit ihr zu bleiben -
so blieb sie zurück - - -

Das ist so furcht-
bar arg für mich,
dass dies der Grund
war - dass es der
Trennungsgrund werden
konnte, dass ich
das ewigste aller
Gesetze, das Vorrecht
und die Distanzpflicht
des Adels nicht
aufgeben kann - dass
man deshalb ver-
zichten muss - - -
der Eindruck, dass

man vor die Wahl
gestellt werden konnte
zwischen dem höchsten
Gebot des "noblesse oblige" [9]
- und einer Frau,
die eben dies Gebot
in jeder Bewegung
zu verkörpern schien !
- Das war das Letzte, was
ich thuen konnte, die
Unvereinbarkeit ihrer
neuen Richtung mit unserer
Liebe ihr klar zu machen
und Gottseidank das
Wiedersehen zu verhindern - und
ihr und mir den letzten
Rest von allem Glück zu
retten, die Reinheit der Erinnerung - - -

7.
Es geht so unschön
zu Ende - so unklar,
so "nicht wissen
was man will" - - -
zuerst erzählte sie
von einer Freundschaft,
die sich im Sinne
meiner Principien
entwickeln solle - und
dass sie jetzt ganz
begreife, ich hätte
recht damit - - - -
Das war für mich
natürlich eine wunder-
bare Freude - ich
glaubte natürlich,
jetzt sei die Befreiung
ihrer Seele vollendet,

jetzt sei von nun an
Alles bis in's Letzte
rein und schön
und alle Askese und
Eifersucht und Alles
Verneinen verschwinde
vor der Reinheit des
guten Gewissens in
der Freude, des Wissens
um den Reichthum
bejahenden Lebens -
ich hab' ihr weisse
Lilien geschickt und
war ihr so dankbar,
dass sie nun ganz zu

uns herüber [10] gekommen sei
und frei zur Freude
- und ihre Briefe
waren voll Erwartung
auf unser Wiedersehen -
und dann stieg
eine Ahnung in mir
auf - es war mir,
als sei etwas Neues
und Störendes da - als
sei sie doch nicht mehr
die frühere - und ein-
mal kam mir in der
Nacht der eisige Gedanke,
dass die von ihr erwählte
Persönlichkeit das Trennende sei - -

und jetzt erfuhr
ich die Thatsache dieser
Mesalliance - - - -
und dass ihr Freund
gerade dieser Mensch ist,
der mir durch seine
blosse Gegenwart im
Zimmer schon lästig
und aufdringlich schien !
Und alles, alles, was ein-
mal in ihr gekeimt und
frei und vornehm und
lieb und nah gewesen
war - alles zertreten
- und alles Höchste, Grosse
und Weite, dass uns einmal
vereint - Alles verzerrt
und verhöhnt - - -

8.
und was mir auf
der Erde das Fremdeste
und Feindlichste und
Widrigste ist - die
Rebellion gegen Adel
und Rang und Di-
stanz - als die
vertraute Umgebung
der ehedem so vor-
nehm stolzen Seele
die mir Geliebte und
Schwester geheissen
hatte - - - - -

und in der Tiefe des
Unbewussten, tief unter
der Liebe - Hass !
Es ist nicht gut mehr
geworden seit jener
fürchterlichen Reaction
auf unsere Liebe :
die Eifersucht war eben
nur in's Unbewusste
verdrängt und hat von
hier aus diese Rache
geübt - - das ist die
einzig mögliche Er-
klärung, die auch mit
allen Details zusammen-
stimmt ! - - - - -

9.
Es ist mir auch noch
lieber als wenn es
einfach nur Bejahung
dieses Menschen um
seiner selbst willen
wäre ! - aber es ist
auch das so furcht-
bar zu denken, dass
diese trostlose Ver-
wüstung Rache ist
für unsere Liebe -
für dieses aller reinste

sonnigste und lebens-
bejahende Glück -
für dieses Fest der
Freude, aus dem
doch nichts als gute,
liebe, herzliche Gefühle
für alle Menschen, deren
wir gedacht haben, ent-
standen sind - für
diese Tage voll Reinheit
und Unschuld - in
denen doch gerade Else's
selber mit so viel warmer
Liebe gedacht worden ist
dafür als Rache diese
verödende, trostlose, lähmende
That - - - -

9. [11]
Bisher ist dieser Brief
in einer tiefen Depression
geschrieben - ich kann
nicht noch einmal schreiben
und schicke ihn ab -
schliesse darum aber
nicht auf böse Schwächen !
Vor Allem : nicht wahr,
Du hältst das nicht
als eine Bitte um Liebe ?
Nicht wahr, Du kommst
doch immer nur zu mir
wenn auch Du mich willst ?
Und wenn ich Dich bitte,
komm, ich brauche Dich
- Dann meine ich,

wenn Du mich noch
so lieb hast - und hättest
Du keinen Wunsch mehr
nach mir, dann wärst
Du doch ehrlich und kämst
nicht ? Ich kann also
Bitten stellen : ich bin
doch sicher, wenn Du
kommst, so hast Du
selbst
den Wunsch,
mit mir zu sein?
Du sollst auch nichts
aus Sorge thuen - ich
hab' bisher noch nicht
einmal die Abstinenz-
cur unterbrochen,

ich bin also nicht
so leicht ausgepumpt !
Dafür aber : glaub' um
Gotteswillen nicht, Du
kriegst ein trauriges
Wrack zum Flicken !
Denk', wie wir damals
beisammen waren, da
gab's doch fast dasselbe
- erst wie Du weg warst,
hat' mich's gepackt - die
Zeit für uns, die ist doch
schön gewesen ? So wär
ich wieder, wenn Du
kämst und hättest mich
noch lieb wie einst - nein,
besser, weil die Nar-

cotica weg sind !
Wenn Du mich liebst,
dann werd' ich Dir
nicht schwer fallen, Du
Geliebte ! Dann ist es
ja mein stärkstes und
lautestes Gefühl, dass ich
gerettet bin ! Wenn Du,
Du Zukunftsweib, mit
mir auf meinen Wegen
gehst
und mir Dein
Lachen kündet, wie Deine
überreiche Kraft und Freudig-
keit hoch in der Sonnennähe
überquillt !

11.
Dass, wer die Zukunft
wirklich in sich selber
als Unverlierbares trägt,
kein Heimweh nach den
Menschen und ihren Nie-
derungen fühlt ! - Ich weiss,
Du gehst auch auf den
Höhen weiter, wenn Du
auch nicht mit mir gehst
- wenn Du Dich von mir
trennst, so wird es nicht
die Rückkehr nach den
Thälern sein ; ich weiss,
es wäre kein Moment
der Schwäche in unserem
Scheiden - - - -

10. [12]
nur - ob Du bessere
Gefährten findest ?
Wenn Du mich aber
lieb hast und kämst
jetzt in der Pracht Deiner
Liebe zu mir - Du machtest
mich gesund von einer
vergifteten Wunde - - -
nicht dass ich Else nicht
mehr mir zur Seite habe -
dass ich sie auf dem
Weg zum Thal und Volk
weiss - - - dass ich sie
deshalb lassen musste !
Dass sie solange neben
mir gehen konnte und
doch dem Heimweh nach
dem Volk erliegen -

12. [13]
Nun hör, Geliebte :
ich bin jetzt ziemlich
frei in meiner Zeit,
frei für Dich ! Und
ich kann jetzt auch
nach England kommen
- ich meine, an
einen Ort in England,
wo wir allein mit-
einander und wirk-
lich ganz für einander
leben könnten !

Eigentlich möcht'
ich am liebsten nur
Dich
treffen - ich ersetz'
Dir dann alle Gesellschaft
- wenn ich Dir eben
noch der bin wie einst.
Und ich komm nicht
um mich trösten zu
lassen, sondern um
glücklich zu sein mit
Dir. Du thust ja
Wunder im

Schenken von Glück -
durch dieses Schreiben,
durch die Gedanken
an Dich bin ich
für diesen Augen-
blick schon wieder
ich selbst. Ich liebe
Dich, Du Sonnige,
und ich verzehre
mich in Sehnsucht
- jetzt, seit ich denke,
Du rufst mich

vielleicht - rufst
mich vielleicht sogar
bald ! Du Liebe,
Du Geliebte !
Otto


1) Gemeint ist Frieda Weekley's Schwester Else Jaffé, geb. von Richthofen
2) Möglicherweise hat Gross Heraklit im Original gelesen und frei übersetzt. Allerdings ist über eventuelle Altgriechisch-Kenntnisse von Gross nichts bekannt. Hermann Diels übersetzt die von Gross zitierte Stelle wie folgt: "Denn die Sonne wird ihre Maasse nicht überschreiten, ansonsten werden sie die Erinyen, der Dike Schergen, ausfindig machen." (Hermann Diels: Die Fragmente der Vorsokratiker. Griechisch und deutsch. Berlin: Weidmannsche Buchhandlung 1903, Fragment-Nummer 94). - Für die Verifizierung der Textstelle danke ich Rolf Löchel.
3) Gemeint ist Gross' Ehefrau Frieda, geb. Schloffer
4) Das vorstehende Wort wurde von O. G. nachträglich in den Text eingefügt
5) Das vorstehende Wort wurde von O. G. nachträglich in den Text eingefügt
6) Else Jaffé gab später an, bei diesem Freund habe es sich um den Chirurgen Friedrich Voelcker (1872-1955) gehandelt.
7) Gross' folgende Ausführungen zu "Democratie", Aristokratie, Adel(sherrschaft) erscheinen ausgesprochen elitär und wurden verschiedentlich sehr eigenwillig interpretiert. So deutlich wie in den Briefen an Frieda sind sie sonst selten in seinem Werk aufzufinden.

In seiner Schrift "Zum Problem: Parlamentarismus" (1919) sagt er:

"In Wahrheit ist das Verhalten zur parlamentarischen Frage zugleich die Entscheidung im größten Prinzipienproblem der Politik überhaupt, d.h. im Problem der Demokratie. Der Parlamentarismus ist die einzige reale Verkörperung des demokratischen Grundgedankens, die Herrschaft der reinen größeren Zahl. Daß sich in jeder existierenden parlamentarisch-demokratischen Staatseinrichtung tatsächlich stets die Einflußherrschaft einer Minderheit entwickelt, ist nicht der prinzipielle revolutionäre Einwand; der revolutionäre Geist wirft sich vielmehr aus einer inneren Notwendigkeit und instinktiv auch einer ideengemäß vollendeten, von jeder Einflußherrschaft freigedachten Realisierung des parlamentarischen Gedankens entgegen. Dahinter ist der aufgetane Gegensatz und ruhelose Kampf der revolutionären Psyche mit der demokratischen. Die Stellungnahme jedes Individuums in diesem Kampf ist jedem einzelnen in diesem oder jenem Sinn vorherbestimmt als eine typische, im Grunde seines Wesens festgelegte Orientierung zum dominierenden Grundprinzip der Demokratie überhaupt: dem Majoritätsprinzip. Das reine Prinzip der zahlenmäßigen Majorität - und nur die prinzipiell gewollten Ziele, nicht Unzulänglichkeitseffekte im politischen Getriebe determinieren die Entscheidungen nach psychologischen Kategorien! - legt die Verpflichtung auf, den Eintritt von Veränderungen jeder Art, die unaufschiebbar drängenden Reformen und ebenso die überzeitlich auf die Zukunft eingestellten, den Wenigsten der jeweils Gegenwärtigen begreifbaren Umwälzungen, das Kleine und Banale und ebenso das Tiefste, dem Begreifen einzelner im Dienste aller sich Erschließende, den Zeitpunkt jeglichen Geschehens überhaupt nach dem Verständnistempo der Gesamtheit festzulegen und auf den angenommenen Termin zu warten, an welchem endlich wenigstens die Majorität der Menschen, das gläubig festgehaltene Prinzip des Fortschritts als real erweisend, die "Reife" des Erfassens für die geforderte Veränderung gewonnen haben wird. Die Demokratie ist also wesenseins mit dem politischen Programm des katastrophenlosen Fortschrittes in Voraussetzung einer beständig progenienten geistigen Entwicklung als einer manifesten Realität und dem Vertrauen auf die große Zahl als Verantwortung tragend für jedes große Geschehen."

8) Das vorstehende Wort wurde von O. G. nachträglich in den Text eingefügt
9) Das vorstehende Wort wurde von O. G. nachträglich in den Text eingefügt
10) noblesse oblige = frz.: Adel verpflichtet
11) von O.G. geändert, vorher 10
12) eigentlich 12
13) eigentlich 13

 

Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen.

So wird dir Ärger erspart bleiben.

 

(Konfuzius)