Straßburg 1898

In seinem Weihnachten 1904 bei der Einlaufstelle der k.k. steiermärk. Statthalterei und des k.k. steierm. Landesschulrates eingereichten Curriculum vitae führt Gross an, daß er in Graz, München und Straßburg “die medizinischen Studien durchgemacht” habe. Die damalige deutsche Universität Straßburg wurde nach dem 1. Weltkrieg geschlossen, für die davon Betroffenen existierte 1919 bis Ende 1920 eine Zentralstelle der Universität mit Sitz in Freiburg, Teile ihres Bestandes werden heute vom Universitätsarchiv Freiburg verwaltet.

“Das Universitätsarchiv Freiburg verwaltet u.a. die Archivalien der Zentralstelle der Universität Straßburg, die am 1.1.1919 in Freiburg errichtet wurde (C 32). Zwar reichen einige Schriftstücke auch ins 19. Jahrhundert zurück, der Schwerpunkt der Überlieferung bezieht sich jedoch auf den Zeitraum 1918-1920. Namen von Studenten bzw. auch Professoren, die vor dem Jahr 1918 die Universität Straßburg verlassen haben, ließen sich in dem Bestand leider nicht ermitteln.” (Alexander Zahoransky, Mail vom 7. Februar 2002)

Von Jérôme Grosse erhielt ich am 10. März 2003 Auszüge aus den Unterlagen der Reichsuniversität Straßburg, die belegen, daß sich Otto Gross am 9. November 1898 an der Universität immatrikulierte und Kleberplatz 22 wohnte. U.a. besuchte er die Vorlesungen von Prof. Dr. Friedrich Kraus (Pathologie, Innere Krankheiten).


Comments powered by CComment

Das Tabu für Mord ist die strengste Regel, die unsere Rechtssysteme anwenden, und sie hat es so einfach gebrochen.
Aber nur, weil sich ihr Wahnsinn mit dem Reggies verbunden hat. Ähnlich wie die Begegnung zwischen Hitler und Himmler.
Hitler hat Postkarten gemalt und Himmler Hühner gezüchtet, glaube ich. Zusammen verursachten sie den Holocaust.

(Janwillem van de Wetering, Massaker in Maine, Reinbek bei Hamburg 2002, S. 295)