Schröder und Schaumburg

Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtet über "Deutsches in Schaumburg, Illinois" (Joachim Schucht, S. 5). "Schröders verzeichnet das Telefonbuch dutzendfach, auch die Fischers, Merkels, Schreiners und Schmidts sind reichlich vertreten - so deutsch geht es in einer Kleinstadt bei Chicago zu, der auch der Kanzler seinen Besuch abstattete: in Schaumburg, Illinois. Dorthin ist Gerhard Schröder zwar nicht auf der Suche nach deutschen Wurzeln gereist, sondern zum Besuch der Zentrale des High-Tech-Konzerns Motorola. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass dort irgendwo auch noch ein entfernter Kanzlerverwandter lebt, ist gar nicht so gering.

Denn besiedelt wurde die Gegend vor allem von Einwanderern aus dem einstigen deutschen Kleinstaat Schaumburg-Lippe, zu dem auch Schröders Heimatort Mossenberg gehört".

Was??? Mossenberg soll zu Schaumburg-Lippe gehört haben, Schröder also eigentlich Schaumburg-Lipper sein? Irrtum Joachim Schucht! Sicher ist zutreffend, daß Schaumburg im US-Bundesstaat Illinois auch von Auswanderern aus Schaumburg(-Lippe) besiedelt wurde. Gerhard Schröders Heimatort Mossenberg, heute nach Blomberg eingemeindet, gehörte und gehört allerdings nicht zu Schaumburg, sondern liegt im Lippischen (also in Nordrhein-Westfalen), nicht weit von Detmold entfernt, woher übrigens Christian Dietrich Grabbe stammt, der trinkfest war und viel von Scherz, Satire, Ironie und tieferer Bedeutung (so der Titel eines seiner Werke) verstand.


Nur Verdränger haben ein Problem damit,
so einen Film zu zeigen.

(Nils Minkmar über "Fitna", FAZ.NET 29. März 2008)