Weitere Stolpersteine in Obernkirchen verlegt

Es ist wohl vor allem das Verdienst der Initiativgruppe „Stolpersteine in Obernkirchen“, dass in der Bergstadt am 1. Oktober 2016 eine weitere Verlegung von Gedenksteinen stattgefunden hat, die an das Schicksal von Familien jüdischer Herkunft erinnern, die dem nationalsozialistischen Terrorregime zum Opfer fielen.

Die Familie des Kaufmanns Bendix (Benno) Stern wohnte in Obernkirchens Neumarktstraße. Vor der heutigen Nummer 23 wurden für den Haushaltsvorstand, seine Ehefrau Lucie und die Tochter Hannelore Stolpersteine verlegt. Die Familie wurde Ende 1939 zwangsweise in das so genannte Judenhaus in der Strullstraße einquartiert und von dort 1942 nach Theresienstadt deportiert. Nur die Tochter Hannelore überlebte.

Weitere Stolpersteine erinnern an die Eheleute Jakob und Rosa Steinberg, geborene Stern, die mit Rosa Steinbergs Bruder Benno in einem Haus wohnten. Auch sie wurden ins Judenhaus eingewiesen, in dem Jakob Steinberg 1942 starb. Rosa Stern wurde wie ihr Bruder deportiert und kam wahrscheinlich im Warschauer Ghetto zu Tode.

Helene Düring, geborene Stern, wohnte an der Langen Straße, heute Nummer 26. Sie war die Tante von Benno Stern und Rosa Steinberg. Sie hatte zwei Kinder, die vor den Nazis in die USA geflohen waren. Helene wurde im Januar 1940 zwangsweise ins Judenhaus einquartiert. Dort verstarb sie noch im selben Jahr.

An Betty Adler, die im Mai 1939 aus Deutschland nach Neuseeland entkommen konnte, erinnert ein Stolperstein in der Langen Straße 19.

Der Kaufmann Philipp Adler wohnte im elterlichen Haus Lange Straße 7, heute Nummer 9. Das Haus war von seinem Vater, Samuel Philipp Adler, Ende des 19. Jahrhunderts als ein modernes Geschäfts- und Wohngebäude erbaut worden. 1939 floh er mit seiner Ehefrau und der zehnjährigen Tochter Ruth nach Neuseeland.

Der Pferdehändler Moritz Schönfeld, seine Ehefrau Recha und die Kinder Alfred, Erna und Irmgard wohnten in der Rintelner Straße, heute Nummer 14. 1940 floh das Ehepaar nach Argentinien, wo die Kinder schon vorher Schutz gesucht hatten.

An Frommet Lion, die Mutter von Elias und Leopold Lion, die in Obernkirchens Friedrich-Ebert-Straße, damals Adolf Hitler-Straße, ein Textilgeschäft betrieben, erinnert ein Stolperstein vor dem Haus Nummer 9. Trotz ihrer Pflegebedürftigkeit wurde sie zum Zwecke der Deportation aus ihrem Haus vertrieben und im Judenhaus einquartiert. Dort verstarb sie im Mai 1942.

An Fanny Philippsohn, die im März 1940 in die USA fliehen konnte, erinnert ein Stolperstein an der Schluke 5.

Die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig, der auch die Verlegung in Obernkirchen eigenhändig vornahm, finden sich inzwischen in mehr als 1.000 Orten Deutschlands und zwanzig Ländern Europas.

Weitere Informationen: www.stolpersteine-obernkirchen.de/

Schaumburger im Ausland: Hanna Hartmann-Hosny

Vor mehr als 30 Jahren verließ sie Südhorsten, um in Agyptens Hauptstadt Kairo zu leben: Hanna Hartmann(-Hosny). Seit 22 Jahren leitet sie dort die Bibliothek der Deutschen Evangelische Oberschule und das Sozialkomitee der Einrichtung. Für ihr soziales Engagement wurde sie am 18. Februar 2015 vom Botschafter der Bundesrepublik mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Am 20. Juli 2015 war sie zu Gast beim Frauengesprächskreis der Kirchengemeinde Seggebruch und überraschte wenige mit der Aussage, dass "Südhorsten immer meine Heimat geblieben ist". Im letzten Jahr konnten wir uns über die gemeinsame - und für mich wilde - Zeit als Buchhändler in Marowskys Buchhandlung in Minden (damals Bäckerstr. 24) bei einem gemeinsamen Besuch bei Ulrike Wehking-Homann austauschen.

Bückeburg unterm Hakenkreuz - Ein Stadtführer mit Hintergrund

Ein Bückeburger Stadtführer besonderer Art ist im Juni 2015 als Ergebnis einer Gemeinschaftsarbeit der Stadt, der Oberschule Bückeburg und des Pädagogen und Lokalhistorikers Klaus Maiwald erschienen: Unter dem Titel "Bückeburg unterm Hakenkreuz. Ein Stadtrundgang" informiert ein 24-seitiger Flyer in Kurzform über die Geschichte der Stadt in der Zeit des Nazifaschismus und zeigt - visualisiert durch einen Stadtplan im Inneren - insgesamt 28 Gedenkorte unterschiedlichster Prägung mit jeweils kurzen Erläuterungen auf.

Dazu gehören zahlreiche Stolpersteine, die seit November 2005 in der Stadt verlegt wurden und an Einwohner zumeist jüdischen Glaubens erinnern, die verfolgt und in vielen Fällen ermordet wurden. Als weitere Gedenkstätten sind die Synagoge in der Bahnhofstraße verzeichnet, der Jüdische Friedhof in der Birkenallee, die Grabstätten osteuropäischer Zwangsarbeiter, die in der Zeit von 1943 bis 1945 im Steinbruch in Steinbergen ums Leben kamen, die Vertriebenengräber auf dem Jetenburger Friedhof (die an die Opfer des Transports von etwa 1.000 Menschen aus Breslau erinnern, die im September 1946 Bückeburg erreichten), aber auch die Soldatengräber auf dem Friedhof Scheier Straße. Ausgewiesen wird außerdem das Redaktionsgebäude der Zeitung "Die Schaumburg" in der Langen Straße 20, die seit 1933, angeführt vom Chefredakteur Adolf Manns, das maßgebliche Propagandablatt der Nazis in Schaumburg-Lippe war, sowie die Gedenktafel für Kurt Freiherr von Plettenberg, Hofkammerpräsident des Fürstenhauses und Widerstandskämpfer.

Die Herausgeber der verdienstvollen Broschüre, die bei der Tourist-Information (Tel.: 05722/893181, E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.) gegen eine Schutzgebühr von 1 Euro bezogen werden kann, verzichten nicht auf Literaturempfehlungen zum Thema, darunter das Standardwerk "Schaumburger Nationalsozialisten. Täter, Komplizen, Profiteure", herausgegeben von Frank Werner (Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte, 2010), denen ein Titel hinzugefügt werden könnte: Christian Heppner (Hrsg.): Als Sozialist und Kommunist unter vier Regimes. Die Memoiren des ersten niedersächsischen Sozialministers Karl Abel (1897-1971), der 2008 im gleichen Verlag erschienen ist.

"Friedhof der vergessenen Kinder" im Deister wird Kriegsgräberstätte und wieder zugänglich

49 Jahre nach der Einebnung wurde der Waldfriedhof der Hannoverschen Kinderheilanstalt, der auf dem Gebiet der Samtgemeinde Rodenberg im Deister liegt, am 1. Juli 2015 offiziell als Kriegsgräberstätte eingeweiht. Drei Stelen mit Namen, ein Grabzeichen vor dem umzäunten Gräberfeld, eine Infotafel und ein Gedenkstein in der Nähe kennzeichnen jetzt das Areal. Sie erinnern an mehr als 100 Kinder, die unter der "Obhut" des Krankenhauses an den Folgen von Vernachlässigung und Unterernährung starben und dort bestattet wurden.

Stolpersteine jetzt auch in Obernkirchen

Nach Bad Nenndorf, Beckedorf, Bückeburg, Rinteln und Stadthagen finden sich nun auch in der Bergstadt Obernkirchen Stolpersteine, die an das Schicksal von Familien jüdischer Herkunft erinnern, die dem nationalsozialistischen Terrorregime zum Opfer fielen.
 
Am 1. Juli 2015 wurden von dem Initiator der Aktion, dem Künstler Gunter Demnig, 18 Gedenksteine an verschiedenen Orten der Stadt verlegt, ein weiterer soll in der Friedrich-Ebert-Straße hinzukommen, wo die Gebrüder Lion, die zu den Opfern gehörten, ein Textilkaufhaus betrieben.

Wie sind sie - die Schaumburger?

Vor allem viele, sollte man meinen. Wenn man auf der Autobahn fährt, hat man ständig einen mit dem Kennzeichen SHG vor sich, der in halsbrecherischer Weise versucht, nach Hause oder von zu Hause weg zu kommen.

In Wirklichkeit sind sie höchstens 40.000 und nicht jeder von ihnen hat ein Auto. Aber wie wir sehen werden, treten sie auch getarnt mit anderen Nummernschildern auf, dann erkennt man sie allerdings unschwer an ihrer Fahrweise. (Bis Mitte der 90er Jahre hätte man alle Ossis für verkappte Schaumburger halten können.)

Schaumburg trauert um SHD Philipp Ernst Fürst zu Schaumburg-Lippe

SHD Philipp Ernst Fürst zu Schaumburg-Lippe starb in der Nacht vom 27. auf den 28. August 2003 im Alter von 75 Jahren nach langer schwerer Krankheit friedlich zu Hause.

www.schaumburg-lippe.de hätte er gern

www.schaumburg-lippe.de hätte er gern - der Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe. Hat er aber nicht. Und nach dem Willen des Landgerichts Hamburg soll er die Domain auch nicht kriegen. Eine gute Gelegenheit für einen Anwalt sich als eingefleischter Republikaner zu gerieren. Statt daß sich Kläger und Beklagter außergerichtlich einigen und so all denjenigen, die den Schaumburgern ihre heile Welt neiden, ein Schnippchen schlagen.

Bückeburgs Bonbonkönig wird 75 Jahre alt

"Bückeburgs Bonbonkönig wird 75 Jahre alt" - berichten die "Schaumburger Nachrichten". Gemeint ist Kalli Ploch bei dem ich - wie viele Generationen nach mir - die ersten Zigaretten kaufte, an seiner "Süßen Ritze", in der Milchbar im Hallenbad, im Bergbad oder in der Langen Straße 7. Es gibt ihn noch und wie sagt er so schön im Gespräch mit den "SN": "Wir haben früher mal gesagt - in Bückeburg gibt's den Fürsten, die 'Falle' und 'Kalli'."

Nachtrag: Am 25. Juli 2010 ist Kalli Ploch im Alter von 81 Jahren gestorben.

Schröder und Schaumburg

Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtet über "Deutsches in Schaumburg, Illinois" (Joachim Schucht, S. 5). "Schröders verzeichnet das Telefonbuch dutzendfach, auch die Fischers, Merkels, Schreiners und Schmidts sind reichlich vertreten - so deutsch geht es in einer Kleinstadt bei Chicago zu, der auch der Kanzler seinen Besuch abstattete: in Schaumburg, Illinois. Dorthin ist Gerhard Schröder zwar nicht auf der Suche nach deutschen Wurzeln gereist, sondern zum Besuch der Zentrale des High-Tech-Konzerns Motorola. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass dort irgendwo auch noch ein entfernter Kanzlerverwandter lebt, ist gar nicht so gering.

Denn besiedelt wurde die Gegend vor allem von Einwanderern aus dem einstigen deutschen Kleinstaat Schaumburg-Lippe, zu dem auch Schröders Heimatort Mossenberg gehört".

Was??? Mossenberg soll zu Schaumburg-Lippe gehört haben, Schröder also eigentlich Schaumburg-Lipper sein? Irrtum Joachim Schucht! Sicher ist zutreffend, daß Schaumburg im US-Bundesstaat Illinois auch von Auswanderern aus Schaumburg(-Lippe) besiedelt wurde. Gerhard Schröders Heimatort Mossenberg, heute nach Blomberg eingemeindet, gehörte und gehört allerdings nicht zu Schaumburg, sondern liegt im Lippischen (also in Nordrhein-Westfalen), nicht weit von Detmold entfernt, woher übrigens Christian Dietrich Grabbe stammt, der trinkfest war und viel von Scherz, Satire, Ironie und tieferer Bedeutung (so der Titel eines seiner Werke) verstand.

Läßt sich der Fahrstuhl nach ganz unten für die Beschäftigten bei Flohr Otis noch aufhalten?

"Athen blickt auf Stadthagen" titelt die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" und schreibt weiter: "Die Otis-Mitarbeiter in Stadthagen streiken für Abfindungen und Qualifizierungsprogramme, die die beschlossene Schließung abpolstern sollen. Betroffen ist aber nicht nur die Konzernzentrale in den USA, sondern auch Athen. Dort nämlich wartet man für die Olympischen Spiele auf Rolltreppen aus Stadthagen - laut IG Metall bis auf weiteres vergeblich." Nun wissen allerdings auch einige in Stadthagen, daß Schleudersitze von der Metallgewerkschaft immer nur für wenige reichen.

www.schaumburg-lippe.de wird fürstlich!

Markus Tüngler und Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe beendeten ihren Streit um die Internet-Domain bei einem Glas Sekt auf Schloß Bückeburg. So berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" in ihrer heutigen Ausgabe (S. 18). Tüngler, Drucker aus Apelern, hatte die Domain betrieben, von der der Prinz meinte, sie wegen der Namensähnlichkeit für sich beanspruchen zu müssen. Die Kontrahenten einigten sich jetzt außergerichtlich darauf, daß künftig das Fürstenhaus das Angebot betreibt und Tüngler sein Angebot fürderhin unter einer anderen Adresse (www.region-schaumburg-lippe.de) bereitstellt. Über die Höhe der Kaufsumme für die Domain wurde nichts bekannt. Außerdem kann sich Tüngler bei seiner Forschungsarbeit - so sicherte der Prinz zu - in Zukunft auch im schaumburg-lippischen Hausarchiv umtun. Dumm gelaufen ist die Auseinandersetzung, die bundesweit Aufsehen erregte, vor allem für Tünglers Anwalt Ralf Möbius: sein Mandant hat sich schon vor einiger Zeit von ihm getrennt und das von ihm angestrebte Verfahren, in dem er dem Prinzen das Führen des Titels "Fürst" untersagen wollte, wurde eingestellt.

Einer der schnellsten Männer der Welt kommt aus Bückeburg

So steht es nachzulesen in der "Oldtimer-Praxis" (H. 12/2004, S. 68-72) -, und heisst Hans-Jochen Zychlinski. Ich kenne ihn noch als "Ziege": als mein Vater noch das Bückeburger Tierheim leitete und ich in der Weinberg-Gegend spannende Schüler-Nachmittage verbrachte (Kurt "Kuddi" Sommer, Bernd "Mölfes" Mevert und Klaus-Dieter "Cheeta" Langwald, Hans-Jörg Mohme und Arnold Busch wohnten um die Ecke), startete "Ziege" Zychlinski zuweilen mit ohrenbetäubendem Krach eine seiner selbstgebastelten Kisten und drehte seine Runden. Er war viel älter als wir - heute weiß ich, es waren ganze 4 Jahre -, und für uns immer eine etwas undurchsichtige Gestalt. Nun hat ihm die "Oldtimer-Praxis" ein Denkmal gesetzt. Wer mehr über Ziege, seine Autos und Obsessionen erfahren will, der schaue mal unter www.zynki-power.de nach.

Wird Schaumburg verschüttet?

Der Messingberg bei Steinbergen bewegt sich - und das gewaltig: eine Million Tonnen Gestein hatten sich am Wochenende im Bereich nahe des an der A2 gelegenen Steinbruchs gelöst. Man braucht kein Geologe zu sein, um zu wissen, wie's kommt: Autobahnverbreiterung und eklatanter Raubbau durch die Norddeutsche Naturstein GmbH, die den Steinbruch betreibt, sind die Ursache. Jetzt sollen im Mai 2005 sog. Entlastungssprengungen durchgeführt werden und Gutachter herausfinden, ob in den 40 anderen Steinbrüchen in der Region ähnliche Gefahren lauern. Mehr über den Bergrutsch: www.weserberge.de/

Auch Gottschalk findet Pocher nicht lustig

Jana Gottschalk aus Stadthagen konnte über Oliver Pocher nicht lachen. Pocher, der die Außenwette bei Thomas Gottschalk's "Wetten daß ...?" in Hannover moderierte, hatte die Vertriebsleiterin der Schaumburger Nachrichten mit den Worten: "Sie sehen ja echt alt aus für Ihr Alter. Aber wir haben da eine schöne Operationsshow bei Pro 7, da könnte ich Sie mal vorstellen" vor Millionen von Fernsehzuschauern brüskiert.

Die Folgen ließen nicht lange auf sich warten: Reporter, Kameras und Ü-Wagen belagerten den Arbeitsplatz der Betroffenen, ihr Vater wurde mit Anrufen bombardiert, der E-Mail-Account quoll angesichts von Tausenden von Mails über, auf der Straße mußte sich die 28jährige von Jugendlichen anpöbeln lassen.

Inzwischen hat Jana Gottschalk von Pocher 25.000 Euro Schadenersatz gefordert, über die der gelernte Versicherungskaufmann Pocher mit Gottschalk am Telefon verhandeln wollte. Mit wenig Erfolg: inzwischen hat die Beleidigte die Schadenersatzforderung wegen Uneinsichtigkeit auf 35.000 Euro erhöht - und hat die Unterstützung der "EMMA", die in ihrer jüngsten Ausgabe 2/2005 (S. 37) darüber berichtete (www.emma.de/). Ich wünsche viel Erfolg, denn ich kann weder über Pocher noch über Thomas Gottschalk lachen.

Immer wieder Kummer mit dem "Kummerberg"

In der Kommunikation der Verwaltung heißt er "Bergehalde 26" - der "Kummerberg" am Ortsausgang Gelldorfs direkt an der B 65 Richtung Bückeburg und ist einer von 29 Schieferabraumhalden in der Region. Er war immer ein besonderer Berg: während die anderen bestenfalls zum Versteckenspielen oder für frühe Rendezvous geeignet waren, hatte diesen die Familie Strübig zu einem herrschaftlichen Domizil - mit Duldung des langjährigen Gelldorfer Bürgermeisters Friedrich Lindemeier - hergerichtet. War er zunächst noch im Dienst der Gemeinde und diente u.a. dem kollektiven Eiersuchen der Kinder am Ostersonntag, entstand später eine Obstplantage, ein exklusiver Tennisplatz mit Klubhaus und einer vier Meter hohen Umzäunung. Und so blieb der Berg fortan wesentlich der Ortsprominenz vorbehalten, z.B. dem schweißtreibenden Ballspiel oder anderen Obsessionen nachzugehen.

Doch die herrschaftlichen Zeiten gingen vorbei. Jahrelang war der Berg Müllhalde, bevor Celestino Caccia in käuflich erwarb und jetzt für eigene Zwecke nutzen will: er soll wieder das werden, was er auch früher war: ein Refugium für Freizeit und Familienerholung.

Das Bauordnungsamt des Landkreises will allerdings ein Wörtchen mitreden: in einem mehrseitigen Schreiben nimmt es Anstoß an der Gestaltung des Berges und sieht "öffentliche Belange" beeinträchtigt. Ein bereits angelegter Wall könne dazu beitragen, daß eine "Splittersiedlung" entsteht und die Bebauung planlos ausufere. In den nächsten Tagen wollen Mitglieder des Obernkirchener Ortsrates das Objekt der Begierde in Augenschein nehmen. Vielleicht entdecken sie dabei den hohen Freizeitwert des Berges und kommen in Zukunft öfter?

Nazis in Bückeburg / Polizei löst Sitzblockade der Nazigegner mit Gewalt auf

Nicht nur in Leipzig waren sie am 1. Mai: die Neonazis. Rund 50 waren auch in Bückeburg. Sie trafen auf Antifa und "Aktionsbündnis gegen Rassismus Schaumburg-OWL" und wurden - nach einem Bericht der Schaumburger Zeitung - durch eine Sitzblockade von Schülerinnen und Schülern bei ihrem Marsch in die Innenstadt aufgehalten, bis die Polizei räumte.

Wer sich der Räumung nicht fügte - so die Schaumburger Zeitung - und Widerstand leistete, wurde "in den Schwitzkasten genommen". Auch berittene Polizei - die sah man, glaube ich, zuletzt in Bückeburg beim Wahlkampfauftritt von Kurt-Georg Kiesinger in den 70ern - "sorgte dafür, dass Rechte und Gegendemonstranten sich nicht zu nahe" kamen.

Schon vorher kam es zu Provokationen: nach Angaben der Schaumburger Zeitung sah sich die Polizeiführung bemüßigt, aus der in Auflösung befindlichen Protestkundgebung der Nazigegner, die gut 400 Köpfe zählte, mehrere Jugendliche recht rabiat herauszuzerren, um deren Personalien festzustellen.

Sexuelle Ausschweifungen und Alkoholexzesse in der Heeresfliegerkaserne in Bückeburg! Schaut Verteidigungsminister Struck nach dem Rechten?

Nach Berichten der "Welt" ist es in der Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg unter Soldatinnen und Soldaten "zu erheblichen sexuellen Ausschweifungen und Alkoholexzessen gekommen". Ein Sprecher der Bundeswehr bestätigte der Zeitung, daß wegen einer ganzen Reihe von Vorfällen in Bückeburg ermittelt werde.

Aufgedeckt wurden die Vorgänge durch eine Mitte April beim Wehrbeauftragten eingegangene Eingabe. Als Hauptbeteiligte gelten mehrere Feldwebel, aber mindestens auch ein Offizier.

Zur Last gelegt wird den Beteiligten, daß sie sich in Duschräumen gegenseitig bei sexuellen Handlungen fotografiert haben. Auf den Fotos sollen gegenseitige Intimrasuren zu sehen sein, Soldatinnen sollen sich für Nacktfotos zur Verfügung gestellt haben.

Einige Detailschilderungen der Bückeburger Vorfälle entbehren nicht der Komik, so etwa wenn von "schweren alkoholischen Exzessen (sogenanntes Koma-Trinken) unter Feldwebeln nach Beförderungen" die Rede ist. Seit wann gehört das nicht mehr zu den Ritualen der gesamten Bundeswehr?

Natürlich beeilte sich die Bundeswehr mitzuteilen, dass "nach den bisherigen Ermittlungen kein Soldat von Vorgesetzten zu Handlungen gezwungen worden" sei und man vorhabe, "die Vorfälle lückenlos aufzuklären". Es gehe nicht um strafrechtlich relevante Handlungen, sondern um ein achtungs- und vertrauenswürdiges Verhalten, zu dem die Soldaten verpflichtet seien. Es werde auch der Frage nachgegangen, ob die Dienstaufsicht nicht funktioniert habe. Auf das Ergebnis der Untersuchung darf man gespannt sein!

Die Bückeburger Vorfälle dürften Verteidigungsminister Peter Struck und der Führung der Bundeswehr höchst ungelegen kommen: Dort bereitet man sich derzeit auf die Feiern zum 50jährigen Bestehen der Bundeswehr vor. Ob das Motto "Entschieden für Frieden" in der Bückeburger Kaserne bekannt war oder man nur die eigene Aufgabenstellung "Joint and Combined Operations" eigenwillig ausgelegt hat, wurde bisher nicht bekannt. Ob der Verteidigungsminister kommen wird, auch nicht.

Super-Mario! Schaumburg-Lippe kriegt Zuwachs - Prinz "Sause" macht's möglich

Durch Adoption will der Sohn der ehemaligen Salzburger Amtstierärztin und EU-Tierschutzbeauftragten Gertraud Wagner-Schöppl, Max-Mario (28), zum Hause Schaumburg-Lippe gehören. Die 94-jährig nach einer Hüftoperation 2005 verstorbene "Hochfürstliche Durchlaucht" Helga-Lee Prinzessin zu Schaumburg-Lippe soll ihn adoptiert haben, um das Aussterben der Linie zu verhindern. Ihre Ehe mit Rennfahrer Prinz "Sause" Max zu Schaumburg-Lippe war kinderlos geblieben. Max-Mario Wagner-Schöppl, der sich zuweilen jetzt auch Prince Max Schaumburg-Lippe oder Dr. Schaumburg-Lippe nennt, und nach eigenen Angaben halb im Schloss Pfaffstädt der Schaumburg-Lipper in Oberösterreich aufgewachsen ist, bringt die Regenbogenpresse wieder auf die Spur der Angehörigen des Fürstenhauses. Die Bedürfnisse der "Yellow Press" bedient er - wie es scheint - nicht ungern: Noch heute schwärmt er von einem Helikopterflug mit Gina Lollobrigida - zum Baden nach St. Tropez - und wie er weiland - fast noch ein Knabe - der englischen Königin vorgestellt wurde.

Mahnwache gegen Antisemitismus / "Courage gegen Rechts Schaumburg" macht mobil

Für den 20. Januar haben antifaschistische Gruppen, die Jüdische Gemeinde und Gewerkschaften, die sich zusammen in "Courage gegen Rechts Schaumburg“ organisieren, zu einer Mahnwache nach Obernkirchen aufgerufen. Der Grund ist die erneute Schändung des Jüdischen Friedhofs in der Sylvesternacht 2006. Schon vorher - im März 2006 - wurden Hakenkreuze auf die Grabsteine des Friedhofs gesprüht.

Mit dieser Mahnwache wollen die Akteure deutlich machen, dass sie "die antisemitischen Aktivitäten der Neonazis in Obernkirchen und ganz Schaumburg nicht tolerieren und außerdem verdeutlichen, dass die letzten jüdischen Menschen in Obernkirchen bzw. Schaumburg nicht allein gelassen werden." Weitere Informationen: www.hiergeblieben.de

Schaumburger im Ausland: Ulli Zelle

Ulli Zelle von "Berlin Live": "Assimilationsfähigkeit" bescheinigt ihm der Berliner "Tagesspiegel". "Wer würde denken, dass Zelle nicht aus Berlin stammt, sondern aus dem westdeutschen [sic!] Dorf [sic!] Obernkrichen [sic!]" (Tagesspiegel, Nr. 18 163, 29. Juni 2003, S. 30)

Schaumburger im Ausland: Iris Maron

17 Uhr: In der Kirche des Stephansstiftes Hannover: Das Kammerorchester Kirchrode spielt Rossini (Quartett Nr. 1 in G-Dur) und Vivaldi (Le Quattro Stagioni / Die Vier Jahreszeiten). Violine: Iris Maron ... wurde 1980 in Bückeburg geboren. Im Alter von sechs Jahren erhielt sie ihren ersten Geigenunterricht ...

Schaumburger im Ausland: Susanne Stock

Susanne Stock, Inhaberin der Fa. Rahmen-Finesse in der Meterstr. 16, feiert in diesem Monat den 10. Geburtstag ihrer Firma, so das hannoversche "Südstadt Journal" in seiner Ausgabe vom Mai 2005 (S. 32). Die gelernte Buchbinderin, die aus Nienstädt stammt, hat - so die Zeitschrift weiter - vor dem Schritt in die Selbständigkeit bereits 15 Jahre Berufserfahrung sammeln können. Sie garantiert, so weiß das Blatt zu berichten, ihren Kunden eine fachlich kompetente Beratung für stil- und geschmackvolle Einrahmungen auf handwerklich höchstem Niveau. Diese Kenntnisse haben bis heute dazu geführt, dass Galerien, Museen, Firmen und Sammler sich ihre wertvollen Bilder von Susanne Stock einrahmen lassen.

Schaumburger im Ausland: Dr. jur. Karl-Heinz Vehling

Wenn auch das Schwergewicht Götz von Fromberg das neue Aushängeschild von Hannover 96 ist, der eigentlich starke Mann ist Dr. jur. Karl-Heinz Vehling, der - wie der Verein auf Nachfrage mitteilte -, in Stadthagen geboren und in Volksdorf/Meerbeck aufgewachsen ist (Sehr glaubhaft: mit diesem Namen muss man aus Schaumburg kommen!). Seit dem August 2005 gehört er zur Geschäftsführenden Doppelspitze im Aufsichtsrat der 96 Management GmbH von Hannover 96 und füllt außerdem noch zwei andere Post im Geschäftsführerkader der Gesellschaftsstruktur des Vereins aus. Ob es für die Schaumburger unter Vehling etwas zu lachen gibt, bleibt einstweilen offen: bei einem Testspiel mit dem Team des ewig griesgrämigen Ewald Lienen wurde der TuS Niedernwöhren jedenfalls zuletzt erst einmal mit 13:1(4:0) abgefertigt ...

Schaumburger im Ausland: Jutta Heine

Jutta Heine, die am 16. September 2005 ihren 65. Geburtstag feierte und heute in Burglahr im Westerwald das Landhotel "Die Blaue Mühle" betreibt, kommt aus Stadthagen.

Auf den Gewinn der deutschen Meisterschaften im 200-Meter-Lauf abonniert (sie gewann den Titel 1959, 1961, 1962 und 1963, 1960 war sie Zweite, 1964 Dritte) war die Krönung ihrer Laufbahn der Gewinn der Silbermedaillen über die 200 Meter - nur Wilma Rudolph (USA) war schneller als sie - und in der 4 x 100 m-Staffel bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom. 1962 war sie Europameisterin über 200 m, Silbermedaillengewinnerin mit der 4 x 100m-Staffel und über 100 m. Im gleichen Jahr wurde sie auch Sportlerin des Jahres. Jutta startete 1961 für den DHC Hannover, danach für Hannover 96, später für den ASV Köln. Mit 1,82 m und 71 kg gehörte sie in ihrer aktiven Zeit zu Leichtgewichten.

Schaumburger im Ausland: Bernd Ziesemer

Bernd Ziesemer, der Chefredakteur des "Handelsblatts" und aus Bückeburg stammend, war am 25. Februar 2006 zu Gast im "42. Forum Berliner Platz" - und drang vehement darauf, dass zumindest die Frage erlaubt sein müsse, ob die Kernenergie nicht künftig wieder eine größere Rolle zu spielen habe. Grünen-Ikone Renate Künast, gleichfalls Gast in der Runde, kam das bekannt vor, denn das habe - wie sie entgegnete - Ziesemer schließlich schon vor fünf Jahren gefordert. Nun muss das nicht unbedingt beunruhigen: schließlich hat Ziesemer schon vor 30 Jahren gewusst, dass Kernenergie nicht sicher ist. Damals noch zu den Häuptern des Kommunistischen Jugendverbands (KJVD) zählend, galten ihm die Erkenntnisses des Bremer Wissenschaftlers Jens Scheer (gest. 18. Juli 1994) als maßgeblich, der - realpolitischen wie realsozialistischen Ansätzen zum Trotz -, die Kernenergie als primär bedrohlich ablehnte.

So ändern sich Zeiten und Ansichten - und speziell bei Männern wohl zuweilen auch die bevorzugten Verkehrsmittel: als Ziesemer im letzten Jahr (vgl.: Handelsblatt, 16. Dezember 2005) den neuen Alfa Romeo 159 testen durfte, erinnerte er sich seines ersten fahrbaren Untersatzes: Es war ein weißer Käfer mit Schiebedach.

So geht's nicht: Ostwestfalen lassen Prinz Alexander (ab)blitzen

Weihnachten hätte so schön sein können - für Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe. Am 25. Dezember wurde er schließlich 52 Jahre alt. Ganz unbeschwert waren die Feierlichkeiten freilich nicht: Für den 27. Dezember stand der Richterinnenspruch in seinem Prozess "wegen fahrlässiger Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit" vor dem Amtsgericht Bielefeld an. Amtsrichterin Sonja Poppenborgs Urteil fiel allerdings moderat aus: 2.300 Euro Geldbuße, ein Monat Fahrverbot und drei Punkte in Flensburg. Es hätte schlimmer kommen können!

131 Stundenkilometer statt der vorgeschriebenen 100 sind für einen Schaumburger nicht eben ungewöhnlich, erst recht nicht, wenn er einen Audi Q 7 sein eigen nennt. Störend ist und bleibt die Radaranlage am Bielefelder Berg, vor der Haustür des Fürstentums.

Das sieht nicht nur der Prinz so - der sicher alle Schaumburger auf seiner Seite hatte, als er seinerzeit gegen den Bußgeldbescheid der Stadt Bielefeld Widerspruch einlegte. Schließlich geht es ums Prinzip: Der Schaumburger passt eben nicht in das Raster der Straßenverkehrsordnung (Der Bielefelder Berg - eine Gefahrenquelle? Haben wir gelacht!). Und wenn sich Ostwestfalen zu Verkehrswächtern aufspielen, kann er schon mal Rot sehen. Alexanders Landsleute werden ihm sicher den Rücken stärken, wenn er jetzt gegen das Urteil Beschwerde einlegt.

Kohle für alle: Prinz Mario-Max zu Schaumburg-Lippe kreiert "Reichtums-Serie"

Für alle, die noch darüber nachsinnen, wie sie zu den Mitteln kommen, die andere längst haben, lieferte jetzt der Schaumburger Adoptiv-Spross Mario-Max (geb. Wagner-Schöppl) eine nicht nur für Aristokraten gangbare Lösung: Er vertreibt - neben anderen gewinnbringenden Utensilien - ein "Reichtums-Elexier". Dieser "Aktivator für Reichtumsenergie" ist dem Vernehmen nach "eine Entwicklung aus dem Wissen um die tausendjährige Geschichte von ewigem Royalem [sic!] Reichtum". Mit "königlicher Reichtumskappe" als Verschluss soll der feine Sprühzerstäuber sicher stellen, dass nunmehr auch das gemeine Volk "glücklich und reich durchs Leben gehen" kann. Wie das geht, demonstrierte der Jurist, Designer und Schauspieler neulich bei AstroTV.

Opas Welt. Der Bückeburger Bernd Ziesemer hat wieder ein Buch geschrieben

Es gibt verschiedene Methoden, mit dem eigenen Vater umzugehen: Josef Stalin entlehnte seinen Decknamen "Koba", den er als Berufsrevolutionär führte, beim Helden des Romans "Der Vatermörder" von Alexander Kasbegi und grenzte sich damit mehr als deutlich von seinem gewalttätigen Erzeuger ab. Der ehemalige Stern-Redakteur Tilman Jens erklärte die Demenz seines Vaters Walter zur "Schweige-Krankheit" (FAZ, 4. März 2008), weil dieser womöglich nicht auf die peinlichen Fragen zu seiner NSDAP-Zugehörigkeit antworten mag. Walter Kohl beschrieb in seinem autobiografischen Werk "Leben oder gelebt werden" (München, 2011) recht eindringlich seine verzweifelten Bemühungen, Zugang zum Kanzler-Vater zu finden. Sobald es um dessen Erinnerungen an Kriegserlebnisse, Ängste, Gefühle ging: Schweigen. Die Autoren von "Opa war kein Nazi. Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis" (Frankfurt, 2002) sprechen gar davon, dass die Aufklärung über die NS-Verbrechen und den Holocaust den paradoxen Effekt mit sich bringt, die eigenen Eltern und Großeltern zu Regimegegnern, Helfern und alltäglichen und sogar expliziten Widerständlern zu stilisieren. Jetzt kann von einer Veröffentlichung berichtet werden, die diese These zu illustrieren scheint und vielleicht Aufschluss über die, diesem Verhalten zugrunde liegenden Triebkräfte liefert.

Es ist das persönlichste Buch Bernd Ziesemers (der sich zuvor schon monografisch an großen Unternehmerpersönlichkeiten und ihnen drohenden Neidfallen versucht hat) verrät uns der Klappentext zu "Ein Gefreiter gegen Hitler. Auf der Suche nach meinem Vater" (Hamburg, 2012). Initialzündung war nach Angaben des Autors zweierlei: Die nicht gestellte Frage des eigenen, in Israel lebenden Enkels nach dem Verhalten von Ziesemers Vater Karlheinz als Soldat im 2. Weltkrieg und das Bemühen des Autors, die Militärlaufbahn des Vaters zu rekonstruieren, nachdem er von der Mutter ein 24-seitiges Manuskript des Vaters mit Lebenserinnerungen erhalten hatte. Die Übergabe des schmalen Konvoluts hat offenbar beim Autor das Interesse wieder erweckt, selbst Antworten auf Fragen zu erhalten, die noch zu Lebzeiten des Vaters, der 1978 starb, von ihm nicht gestellt wurden.

Frohe Kunde: Prince Schaumburg-Lippe will weltberühmte Drehbuchautorin in Monte Carlo ehelichen

Die Bückeburger trifft es letztlich nicht wirklich, wenn Prince Mario-Max zu Schaumburg-Lippe seine Vorstellungen realisiert und die "weltberühmte Drehbuchautorin" Angela Ermakova andernorts ehelicht. Gegenüber der "Gala" liess er verlauten: "Da wir uns in Monaco kennen gelernt haben, passt dieser fürstliche Platz am besten zu der Frage aller Fragen. Ich denke, am Meer der blauen Cote d’Azur, im berühmten 'Monte Carlo Beach Club', mit vielen Blumen und einem historischen Ring aus der Königsfamilie, das wäre eine stilvolle Art der Fragestellung." (Fragestellung? Ach ja.)

Man kann sich vorstellen, dass der Bückeburger Schlossherr Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, dem man ohnehin nachsagt, dass er den österreichischen Familienableger lieber von ferne oder gar nicht sieht, die Ortswahl goutiert. Apropos Familienbande: Die sind jetzt zwischen den beiden noch enger geworden. Erst kürzlich ehelichte Mario-Max' Mutter, Dr. Gertraud-Antonia Wagner-Schöppl, Seine Hochfürstliche Durchlaucht Waldemar Prinz zu Schaumburg-Lippe. Bei den Feierlichkeiten selbstredend zugegen: Angela Ermakova nebst Spross Anna. Die neunjährige Tochter Boris Beckers will der Prince, so heisst es, nach seiner Heirat adoptieren.

"Ich mag alles, was nicht so viel quatscht."

King Benny (Vittorio Gassman) in "Sleepers" (USA 1996)

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