Sohn eines Bergmanns. Arbeit auf der Zeche Helene, 1930 Entlassung. Am 17. Juli 1930 mit Vertrag zur Arbeit in die Sowjetunion. Arbeit auf Schacht 12 in Brjansk. Vorübergehend in Stalino und Rostow am Don, dann wieder in Brjansk. 1934 Heirat mit der Ukrainerin Ludmilla Clistowa, geb. 1918. 1936 Geburt des Sohnes Hans. Am 10. August 1937 verhaftet, im Gefängnis in Kadiewka, dann in Stalino. Im Gefängnis Dauervernehmungen und Misshandlung. Unterzeichnung eines Geständnisses. Verpflichtung zur Arbeit für das NKWD und Schein-Quittung über 200 Rubel. Ausweisung und am 28. November Abtransport nach Kiew, am 4. Dezember erreichte er die Grenze. Im Februar 1938 trat er wieder auf der heimischen Zeche an, Ludmilla Kozjek konnte nach Deutschland ausreisen. Franz Kozjek starb am 6. August 1965 in Rheinhausen.
Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 257-258