Sohn eines Bergmanns. Hilfsarbeiter, dann Ausbildung im Bergbau. 1913 Heirat mit Ida Schubert, zwei Kinder. Im 1. Weltkrieg Soldat. Als Bergmann in der Schwefelkiesgrube in Meggen, später im Kohlebergbau in Dortmund, 1929 am Niederrhein, 1930 arbeitslos. Bereits 1924 Trennung von der Ehefrau, 1932 Scheidung. Seit 1931 KPD, 1932 zur Arbeit in die UdSSR, Arbeit auf der Schachtanlage "Komsomol" in Baikaim bei Leninsk/Kusnezk, später auf dem Schacht "Kirow" in Leninsk, kurzzeitig auf dem Schacht "7. November" in Baikaim, bis 1. Juni 1938 Schießmeister auf Schacht "Komsomol". 1933 erneute Heirat. Verhaftung am 1. Juni 1938 und im Gefängnis in Leninsk, später in Nowosibirsk. In der Haft Misshandlung, schließlich unterschrieb Kralemann ein Geständnis der ihm vorgeworfenen Sabotage. Bis November 1939 im Gefängnis in Nowosibirsk, dann Abtransport nach Moskau. Am 12. Dezember 1939 wurde Kralemann nach Brest-Litowsk transportiert. Zurück in Dortmund arbeitete er in Huckarde auf Schacht "Hansa" und heiratete im Sommer 1944 noch einmal.
Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 259-260