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Name:
Lipphard, Hans (Johannes)
Geboren:
5. November 1901, Duisburg
Bio:

Vater Arbeiter, später Molkereiverwalter. Hans Lipphard arbeitete auf der Schachtanlage der Fa. Gebhard & König in Nordhausen, zunächst als Maschinist, denn als Schachtschlepper und in anderen Firmen als Schacht- bzw. Grubensteiger. 1904 Heirat mit Anna Lücking, geb. 1904, zwei Kinder. Als Werksleiter bei der Fa. Rheinpreußen gekündigt. 1930 mit der Familie und Vertrag zur Arbeit in die UdSSR nach Lugansk, später Umzug nach Artemowsk und schließlich nach Charkow. Verleihung des Lenin-Ordens. 1934 Rückreise von Frau und Kindern nach Deutschland. 1934 Besuch der Bergbauhochschule in Moskau, Promotion und Fachbuchautor. 1935 Sowjetbürger und Mitglied der sowjetischen KP. 1939 Heirat mit der kirgisischen Studentin Soja Dguravljova, 1941 Geburt der Tochter Rita. Lipphard wurde am 2. Mai 1942 verhaftet, sein Lenin-Orden einkassiert, Frau und Tochter nach Kirgisien evakuiert. Soja Lipphard ließ sich scheiden und ging nach dem Krieg als Näherin nach Riga. Dort erhielt sie die Auskunft, Lipphard sei im Gefängnis Norilsk, 1948 die Mitteilung, er sei gestorben.

Web:
Tod:

In der Haft verstorben

Literatur:

Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 271-272