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Name:
Kresal, Johann
Geboren:
22. November 1901, Vrdnik/Slowenien (Österreich-Ungarn)
Bio:

Johann Kresal kam mit der Familie nach Duisburg und nahm dort im Juli 1916 die Arbeit im Bergbau auf. Nachdem er im Sommer 1930 erkrankt war und vom Dezember bis zum Juli 1932 Invalidenrente bezogen hatte, ging er 1932 von Duisburg-Laar aus mit seiner Frau Emma, geb. Maaßen, und dem Sohn Werner nach Prokopjewsk. Er war KPD-Mitglied. Frau und Sohn kehrten 1933 zurück. Frau Kresal, von der Gestapo erheblich drangsaliert, starb 1939. Kresal wechselte später nach Anschero-Sudschensk; er lebte dort in der Ausländerkolonie. Zu einem nicht bekannten Zeitpunkt übersiedelte er in den Donbass und arbeitete auf der Schachtanlage Tschuwirina in Ekonomiceski Rudnik, später auf Schacht 1/3 der Schachtanlage Postischewsk. Im Oktober 1940 erhielt Kresals Schwiegermutter von dem Rückkehrer August Siemers einen Brief: Johann Kresal sei verhaftet worden. Im Gefängnis Stalino sei er im November 1937 mit ihm zusammen in der Zelle gewesen. Durch einen Rehabilitierungsantrag wurde bekannt: Johann Kresal, bis zuletzt auf der Schachtanlage "Postischewskaja" im Donbass tätig, verhaftet am 20. Juli 1937, wurde am 23. November 1937 von einem Vertreter des NKWD und des Staatsanwalts der UdSSR wegen aktiver Teilnahme an einer deutschen konterrevolutionären Sabotage-Organisation, Werbung weiterer Mitwirkender an der Sabotage-Tätigkeit und Vornahme von Sabotage-Akten auf dem Bergwerk Nr. 12 "Brjanka" zur Höchststrafe, zum Tod durch Erschießen, verurteilt und erschossen. Bei seiner Verurteilung wurde er als parteilos angesehen; wie seine Parteimitgliedschaft erlosch, ist nicht bekannt. Im Juli 1989 wurde er auf Grund des Beschlusses des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR über zusätzliche Maßnahmen zur Wiederherstellung der Gerechtigkeit hinsichtlich der Opfer von Repressalien in den 30er bis 40er Jahren und Anfang der 50er Jahre vom 16. Januar 1989 rehabilitiert.

Web:
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/sites/default/files/uploads/files/2020-06/nachtraeglich_bekannt_gewordene_opfer_aus_dem_ruhrgebiet.pdf
Tod:

Ende November 1937 im Donbass erschossen

Literatur: