Friedrich Holl war Mechaniker von Beruf. Er folgte seinem in die USA ausgewanderten Vater und arbeitete als Maschinenwärter in Chicago und Kansas. 1932 übersiedelte er in die UdSSR, wo Holl als Mechaniker zuerst in Sibirien und dann in Moskau arbeitete. Seine Verhaftung zusammen mit 13 Arbeitskollegen erfolgte, weil er seinen russischen Kollegen aus amerikanischen Zeitungen vorlas, die als Verpackungsmaterial in Kisten mit Maschinenteilen gedient hatten. Dadurch erhielten Sowjetbürger Informationen über Löhne und Preise in den Vereinigten Staaten, was als konterrevolutionäre Propaganda gewertet wurde. Am 16. April 1935 wurde Holl verhaftet, am 8. Juli 1935 seine Ausweisung beschlossen. Bei seiner Abschiebung traf Holl den ebenfalls ausgewiesenen Ferdinand Wipplinger im Zug, der später bei der Linzer Polizei einen weiteren Grund für die Verhaftung Holls nannte: dieser habe öfter größere Geldbeträge von seinen Verwandten aus Amerika erhalten. In Herbst 1935 kam Holl in Wien an.