Karl Voglauer (Vogelauer) wurde 1898 in Großprolling bei Waidhofen an der Ybbs (Mostviertel) geboren, sein Vater war Tischler. Voglauer lernte Dreher in einer Metallfabrik. Nach drei Jahren in Steyr übersiedelte er nach Graz, dann war er wieder in Steyr in den Steyrwerken beschäftigt. Im Ersten Weltkrieg diente er in der k.u.k. Armee. 1919 wurde er Mitglied der SDAP, 1930 wechselte er zur KPÖ. Wahrscheinlich wegen Arbeitslosigkeit und auch aus politischen Gründen – jedenfalls mit Zustimmung der KPÖ – wanderte er im September 1931 nach Russland aus, wo er im Mähdrescherwerk Завод комбайнов in Saratov als Dreher Arbeit fand. Voglauer - er war verheiratet und hatte ein Kind - wurde am 1. September 1937 in Saratov verhaftet und wegen Spionage am 2. Oktober 1938 zu zehn Jahren Lagerhaft verurteilt. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt. Seine österreichischen Arbeitskollegen im Mähdrescherwerk
Eugen Horak,
Ernst Szabo und
Gottlieb Nawratil wurden ebenfalls am 2. Oktober 1938 verurteilt.