Franz Winkler wurde 1891 in Wien geboren. Er dürfte im Ersten Weltkrieg in russische Kriegsgefangenschaft geraten sein. Nach der Entlassung blieb er in Russland und wurde bereits 1919 Mitglied der VKP (b). Er studierte in Petrograd (Leningrad) am Institut für Transportwesen und arbeitete dann in Voronež als Oberinspektor der Dzeržinskij-Lokomotivfabrik. Der Fall des am 19. August 1937 wegen terroristischer und trotzkistischer Aktivtäten verhafteten Franz Winkler wurde von Voronež an das Politbüro weitergeleitet, das (Stalin, Molotov, Vorošilov, Ždanov) am 5. März 1938 anordnete, Winkler durch das MKOG (Militärkollegium des Obersten Gerichts) zum Tode verurteilen zu lassen. Das Urteil wurde am 13. April 1938 gefällt und am gleichen Tag vollstreckt.
Am 13. April 1938 zum Tode verurteilt und am gleichen Tag erschossen