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Name:
Kuhls, Georg
Geboren:
17. Januar 1882, Stolzenau/Krs. Nienburg
Bio:
Sohn eines Buchbinders; Dreher. Seit 1903 Mitglied der SPD, 1911 wurde er wegen \"Hohenzollernbeleidigung\" mit einem Jahr Gefängnis bestraft. Später Verhaftung, weil er aktive Antikriegsarbeit geleistet hatte und Verurteilung zu eineinhalb Jahren Gefängnis. Mitglied des Spartakusbundes, 1919 der KPD. Während der Januarkämpfe 1919 an der Besetzung des Ullsteinhauses beteiligt, saß er ab 1921 erneut zweieinhalb Jahre im Gefängnis. Kuhls war ab 1925 Angestellter der sowjetischen Handelsvertretung in Berlin und aktiver Funktionär des RFB und des AM-Apparates. 1933 illegale Arbeit, im August 1933 Emigration in die Sowjetunion. Als Ehrenpensionär anerkannt, wohnte er in Moskau und hatte bis 1936 Postverbindung zu seiner in Deutschland lebenden Frau Anna Kuhls, geborene Stallaschek (* 3. November 1881 in Drossen). Am 14. März 1938 vom NKWD verhaftet, der \"Verbindungen zum deutschen Nachrichtendienst\" beschuldigt, wurde Georg Kuhls zum Tode verurteilt und am 29. Mai 1938 in Butowo bei Moskau erschossen. Rehabilitiert am 2. Oktober 1989. Bestattungsort Butowo. Sein Sohn Karl (* 26. Oktober 1907 in Berlin), Arbeiter, im Juli 1935 vom Kammergericht Berlin zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt und anschließend achtzehn Monate im KZ Neusustrum/Emsland. 1942 noch zur Wehrmacht einberufen.
Web:
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3B-1424.html?ID=4666
Tod:
Am 29. Mai 1938 in Butowo bei Moskau erschossen
Literatur:
Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 127; Hedeler, Wladislaw: Chronik der Moskauer Schauprozesse 1936, 1937 und 1938. Berlin: Akademie Verl., 2003, S. 344, 616