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Name:
Liebknecht, Kurt
Geboren:
26. März 1905, Frankfurt a. M.
Bio:

Großbürgerl. Herkunft; Vater Chemiker (Patentinhaber u. a. für "Persil"), Neffe von Karl L.; Volksschule u. Gymnasium, Abitur; halbjährige Tätigkeit als Maurer u. Zimmerer; 1924 - 29 Architekturstudium an der TH Berlin, Dipl.-Ing.; 1929 - 31 Mitarb. im Büro des Architekten Hans Poelzig (Innengestaltung des Hauses des Rundfunks in Berlin); Ltr. beim Bau der Univ.-Frauenklinik in Berlin; Aug. 1931 als Spezialist in die UdSSR; zunächst Tätigkeit im Büro des Standardstadt- bzw. Stadtbauprojekt in Moskau, dort Ltr. des Ausländerkoll. u. ab 1932 Mitgl. des Betriebsrats; seit 1933 im Projektierungsbetrieb des Volkskommissariats für Verkehr u. Verbindungswesen, Projektierungen für Krankenhäuser, Wohnhäusern u. Verw.-Gebäude u. a. in Magnitogorsk u. Stalinsk; 1933 Wettbewerbsentwurf für den Sowjetpalast in Moskau; 1937 sowj. Staatsbürgerschaft; am 15. März 1938 verhaftet und am 31. August 1938 freigesprochen, nach anderen Quellen Verurteilung zu anderthalb Jahren Gefängnis; Anf. 1941 in der Sonderfahndungsliste "UdSSR" der Gestapo erf.; 1941 Mitarb. der Akad. für Architektur in Moskau, Ltr. der Abt. Gesundheits- u. Sozialeinrichtungen; Juni 1945 Prom. über den Krankenhausbau in Mittelasien; 1947 Entwurf für eine große Klinik in Stalingrad; freier Mitarb. des Sowinformbüros u. in der dt. Red. von Radio Moskau für Baufragen. Ende 1948 Rückkehr nach Dtl.; wiss. Sekr. im Inst. für Bauwesen; Mai 1949 HA-Ltr. für Fragen des Entwurfs in der HV Bauwesen der DWK; Ende 1949 Dir. des Inst. für Städte u. Hochbau im Min. für Aufbau; 1949 Mitgl. des Zentralvorst. der DSF; Dez. 1949 SED; 1950 - 54 Fernstudium an der PHS; 1951 Ernennung zum Prof.; Febr. 1951 Mitgl. des künstler.-wiss. Rats des Min. für Kultur; April 1951 - 61 Präs. der DBA; propagierte den Kunstcharakter des Städtebaus u. die "nat. Traditionen" als Leitbild der 50er Jahre; kommissar. Ltr. des Architekturbeirats beim Min.-Rat der DDR; 1952 Mitgl. des Präs. der Ges. für kulturelle Verbindung mit dem Ausland; Mitgl. im Vorstand des BDA; 1954 - 63 Mitgl. des ZK der SED; 1961/62 Dir. des Inst. für Theorie u. Geschichte der Architektur der DBA; 1963 - 70 Dir. des Inst. für Technol. der Gesundheitsbauten Berlin-Lichtenberg; Ltg.-Mitgl. im BDA; 1970 em.; 1971 Schinkelmedaille; ab 1972 Rentner u. freiberufl. tätig; 1975 VVO; 1980 KMO; 1985 Stern der Völkerfreundschaft; gest. in Berlin.

Web:
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3B-1424.html?ID=2096
Tod:
Literatur:

Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 137-138