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Name:
Kratzke, Hans (Johannes Paul)
Geboren:
23. Juni 1895, Redwitz Kr. Deusch-Krone/Westpr.
Bio:

Schlosser, Bergmann. Arbeit auf den Zechen Helene und Amalie in Altenessen, später auf der Zeche Zollverein. Heirat mit der Witwe Johanna Konopka, geb. Gehlhar, geb. 1888, vier gemeinsame Kinder. KPD-Funktionär, für die Erwerbslosenarbeit zuständig. Ging als Erwerbsloser 1930 in die Sowjetunion, arbeitete in Brjansk-Rudnik im Donbass, wohin die Familie, zu der auch die Kinder aus der ersten Ehe von Johanna Kratzke, Willi, Walter, Arthur, Kurt Karl, Helene und Gustav Konopka gehörten, nachreiste. 1931 trotzkistisch-faschistischer Anschauungen beschuldigt und aus der Partei ausgeschlossen. Sowjetischer Staatsbürger. Im April 1937 als angeblicher Neumann-Anhänger und "Saboteur" verhaftet und in Stalino in Haft. Hans Kratzke ist vermutlich erschossen worden. Johanna Kratzke wurde im November 1937 verhaftet und in Artemowsk inhaftiert. Am 23. Februar 1938 aus Woroschilowgrad im KARLag eingetroffen, bis zum 9. August 1939 im ALShIR inhaftiert. Am 13. April 1943 verstorben.

Web:
Tod:

Erschossen

Literatur:

Weber, Hermann: "Weiße Flecken" in der Geschichte. Die KPD-Opfer der Stalinschen Säuberungen und ihre Rehabilitierung. Berlin: LinksDruck, 1990, S. 97; Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 124; Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 260-261; Hedeler, Wladislaw: Möglichkeiten und Grenzen bei der Erstellung von Kollektivbiographien Dokumente von Gulag-Häftlingen in den Kaderakten der Komintern. In: Buckmiller, Michael u. Klaus Meschkat (Hrsg.): Biographisches Handbuch zur Geschichte der Kommunistischen Internationale. Berlin: De Gruyter, 2007, S. 401