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Name:
Kratzke, Johanna, geb. Gehlhar, verw. Konopka
Geboren:
11. Oktober 1888, Wiedersee
Bio:

Ehefrau des Bergmanns Gustav Konopka, der am 24. Oktober 1917 auf der Zeche Zollverein in Katernberg tödlich verunglückte, sechs Kinder. Zweite Ehe mit dem Bergmann und Schlosser Hans Kratzke, mit dem sie vier weitere Kinder hatte. 1930 in die Sowjetunion, wo Hans Kratzke in Brjansk-Rudnik im Donbass im Bergbau arbeitete. Im April 1937 wurde Kratzke als angeblicher Neumann-Anhänger und "Saboteur" verhaftet und in Stalino inhaftiert. Hans Kratzke ist vermutlich erschossen worden. Johanna Kratzke war als Straßenbahnschaffnerin tätig. Am 16.Juli 1936 zur Überführung in die KPdSU(B) als Kandidat vorgeschlagen. Am 6. Dezember 1937 von der Sonderberatung des NKWD als "Angehörige eines Verräters an der Heimat" zu fünf Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 23. Februar 1938 aus Woroschilowgrad im KARLag eingetroffen, bis zum 9. August 1939 im ALShIR inhaftiert. Am 13. April 1943 verstorben.

Web:
Literatur:

Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 260-261; Hedeler, Wladislaw: Möglichkeiten und Grenzen bei der Erstellung von Kollektivbiographien Dokumente von Gulag-Häftlingen in den Kaderakten der Komintern. In: Buckmiller, Michael u. Klaus Meschkat (Hrsg.): Biographisches Handbuch zur Geschichte der Kommunistischen Internationale. Berlin: De Gruyter, 2007, S. 401

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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