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Name:
Radusch, Johann sen.
Geboren:
19. Februar 1890, Pestlin Kr. Stuhm/Westpreussen
Bio:

Bergarbeiter, seit 1907 auf der Zeche Nordstern I/II in Horst. Soldat im 1. Weltkrieg, danach wieder im Bergbau. Heirat mit Karoline Erker, 1915 Geburt des Sohnes Johann, 1919 Geburt der Tochter Margarete, 1921 des Sohnes Heinrich. Seit 1919 Mitglied der KPD. In Essen Leiter einer Betriebszelle, Mitglied im RFB und 1920 auf dem Schacht Wehofen im Betriebsrat. 1927 Umzug nach Essen, dort arbeitete Radusch sen. auf dem Schacht Gustav der Zeche Victoria Mathias. Bei der Kommunalwahl Kandidat der KPD, PolLeiter der Betriebszelle. Am 5. August 1930 mit der Familie zur Arbeit in die Sowjetunion in den Donbass. Ausbildungskurs auf der Parteischule in Charkow. Stachanow-Arbeiter. War Mitglied des ZK der Bergarbeitergewerkschaft und des Rayonplenums der Bergarbeiter. Anfang Oktober 1936 Aufnahme in die WKP(b) und mit der ganzen Familie Sowjetbürger. In Nowo Ekonomiceski Rudnik Leiter der deutschen kommunistischen Zelle. Im August 1937 verhaftet, Ende September aus der KPD ausgeschlossen. Im Gefängnis in Kiew. Johann Radusch gilt - wie die gesamte Familie - als verschollen.

Web:
Literatur:

Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 178; Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 302-303

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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Aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet,

ist das Erschreckendste auf der Welt das eigene Leben,
die Tatsache, dass es nur dir selber gehört und sonst niemanden.

 

John Updike in memoriam