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Name:
Weber, August
Geboren:
17.. August 1899, Szabienen Kr. Darkehmen/Ostpr.
Bio:

Seit 1919 in Selm und Arbeit als Bergarbeiter auf der Zeche Hermann I/II in Bork. Mitglied der USPD von 1919 bis 1920, der KPD von 1920 bis 1924 sowie erneut am Januar 1931. Verheiratet mit Maria Zelenka, 1929 Geburt der Tochter Maria. Ging im August 1932 als Arbeiter mit der Familie in die Sowjetunion. Arbeit als Hauer auf dem Koksschacht in Prokopjewsk. Maria Weber wurde Melkerin in der Kollektivwirtschaft. August Weber wurde Kassierer für den Gewerkschaftsverband und Sowjetbürger. Am 20. November 1937 verhaftet und am 15. Januar 1938 aus der Partei ausgeschlossen. 1958 erhielt Maria Weber die Mitteilung, ihr Mann sei am 16. Februar 1942 in der Haft verstorben. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass er im Dezember 1937 erschossen wurde. Nachdem Maria Weber zu Kriegsbeginn zur Trud-Armee verpflichtet wurde, mußte sie untertage im Bergwerk arbeiten. 1958 wurde ihr die Ausreise in die DDR erlaubt.

Web:
Literatur:

Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 250; Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 347

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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Ich habe nur dreimal in meinem Leben geweint:
als man Jack Ruccini gehängt hat, bei der Geburt meines Sohnes,
und als ich den Flügel eines getrüffelten Huhns in den Ontario-See fallen ließ.

(Al Capone)