- Name:
- Kitscha, Willi (Wilhelm) Gustav
- Geboren:
- 12. April 1907, Werne
- Bio:
Sohn eines Bergmanns. Lehre als Dreher, Arbeit auf der Eisenhütte "Westfalia" in Bochum, 1921 zur Zeche Amalia in Werne. Ab Sommer 1930 arbeitslos. KPD-Mitglied. Am 1. August 1930 zur Arbeit in die Sowjetunion nach Woikow. 1931 Wechsel nach Brjansk Rudnik zur Schachtanlage 12. 1931 Mitglied der WKP(b), Leiter der politischen Schule in Brjansk. 1932 Heirat mit Antonina Skladaneyja, 1933 Geburt eines Sohnes. 1935 Parteiausschluss. Am 28. September 1937 verhaftet und im Gefängnis in Stalino. Vorwurf des Terrors, der Diversion, antisowjetischen Hetze und Zugehörigkeit zu einer trotzkistisch-faschistischen Organisation. Aus Angst vor Folterung unterschrieb Kitscha ein Geständnis. Nach fünf Monaten Untersuchungshaft wurde er ausgewiesen und kam am 16. Februar 1938 zurück nach Deutschland. Dort wurde er in Schutzhaft genommen und ins Autobahnlager Dorfmark geschickt.
- Web:
- Literatur:
Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 242-243
Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
Verzeichnis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Korrekturempfehlungen oder Ergänzungen: