- Name:
- Köbel, Kurt (auch: Kölbel)
- Geboren:
- 15. Januar 1898, Mülsen St. Niclas Kr. Glauchau
- Bio:
Sohn eines Bergmann. Soldat im 1. Weltkrieg, danach kurze Zeit bei einem Freikorps. Im Februar 1919 im Ruhrbergbau. 1921 Heirat mit Martha Zuckarolli, geb. 1900, zwei Kinder. 1926 Mitglied des RFB. Im März 1930 starb seine Frau. Im August 1930 zur Arbeit in die Sowjetunion in den Bezirk Rowinki, wo er auf der Schachtanalge "Woikow" arbeitete. 1931 Umzug nach Brjansk. Heirat mit Raise Aniken, Ende 1936 Geburt eines Sohnes. Am 28. September 1937 verhaftet und zunächst im Gefängnis in Kadiewka, später in Stalino. Vorwurf des Terrors, der Schädlingsarbeit und der Zugehörigkeit zu einer faschistischen Organisation. Köbel wurde angehalten, eine NKWD-Verpflichtung zu unterzeichnen und erhielt eine (Schein-)Quittung für Agentenlohn. Am 9. Februar 1938 wurde er nach Kiew transportiert, eine Woche später zur polnischen Grenze gebracht. Frau und Sohn blieben zurück. Auf deutscher Seite hielt ihn die Polizei fest und schaffte ihn ins Autobahnlager Dorfmark. Nach einem Vierteljahr kam er nach Hause, wohnte in Ahlen und arbeitete wieder im Bergbau. Kurt Köbel starb am 25. September 1961.
- Web:
- Literatur:
Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 252
Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
Verzeichnis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Korrekturempfehlungen oder Ergänzungen: