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Name:
Diamanstein, Hermann
Geboren:
11. Juni 1896, Voloschtscha (Galizien)
Bio:

Stammte aus einer deutschsprachigen Bauernfamilie. Er diente im Ersten Weltkrieg in der k.u.k. Armee und geriet 1916 in russische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung schloss er sich der Roten Armee an. 1920 betätigte er sich als Kurier der Komintern, war dann in einer OGPU-Bauabteilung beschäftigt, bis er 1930 als stellvertretender Leiter der Hausverwaltung des Emigrantenheimes der Komintern ("Hotel Lux") in Moskau berufen wurde. 1935 war er erstmals kurze Zeit in Haft des NKWD. Als er am 17. Februar 1938 verhaftet wurde, war er Gebäudeverwalter der Fabrik "Reduktor" in Moskau. Er war parteilos, verheiratet und hatte einen 15-jährigen Sohn. Diamanstein wurde beschuldigt, von dem aus Lettland stammenden Schan Genrichovitsch Schtejnberg (erschossen am 28. Februar 1938) angeworben worden zu sein, um Attentate auf Georgi Dimitroff und Wilhelm Pieck vorzubereiten. Am 23. März 1938 wurde Diamanstein zum Tode verurteilt und am 7. April 1938 in Butowo bei Moskau erschossen.

Web:
www.doew.at/erinnern/biographien/oesterreichische-stalin-opfer-bis-1945/stalin-opfer-d/diamanstein-hermann
Literatur:

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
arrow Verzeichnis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Korrekturempfehlungen oder Ergänzungen:
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Aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet,

ist das Erschreckendste auf der Welt das eigene Leben,
die Tatsache, dass es nur dir selber gehört und sonst niemanden.

 

John Updike in memoriam