- Name:
- Konopka, Walter
- Geboren:
- 15. März 1912, Essen-Schonnebeck
- Bio:
Sohn der Eheleute Johanna und Gustav Konopka, fünf Geschwister. Nach dem Tod des Vaters 1917 erneute Heirat von Johanna Konopka mit Hans Kratzke. 1930 mit der Familie in die Sowjetunion, wo Hans Kratzke in Brjansk-Rudnik im Donbass im Bergbau arbeitete. 1935 sowjetischer Staatsbürger, aber aus dem Komsomol ausgeschlossen, weil er mit den Beiträgen im Rückstand war. Im April 1937 wurde Hans Kratzke verhaftet, im Sommer die Geschwister Willi und Arthur Konopka, am 28. September auch Walter Konopka, die Mutter Johanna im November. Walter Konopka kam ins Gefängnis in Mariupol, später nach Stalino. Ihm wurde Spionage, Sabotage und Beteiligung an konterrevolutionären Organisationen vorgeworfen. Er unterschrieb das geforderte Geständnis und eine NKWD-Verpflichtung. Am 17. Februar 1938 wurde er ausgewiesen. Er wurde ins Autobahnlager Dorfmark bei Fallingbostel gebracht. Er ist das einzige Mitglied der Großfamilie Kratzke-Konopka, dessen Heimkehr nach Deutschland bekannt ist.
- Web:
- Literatur:
Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 260-261
Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
Verzeichnis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Korrekturempfehlungen oder Ergänzungen: