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Name:
Ludewig, Paul Heinrich August
Geboren:
15. April 1896, Gelsenkirchen-Bulmke
Bio:

Bergmann. Im 1. Weltkrieg Soldat. Bis 1922 KPD. 1930 auf der Zeche "Unser Fritz" in Wanne-Eickel beschäftigt. Mit Vertrag am 8. August 1930 zur Arbeit in die Sowjetunion. Seine Frau Maria, geb. Czymeneck, blieb zurück und ließ sich später scheiden. Arbeit in der Schachtanalge "Artjom" bei Schachty, später auf dem Schacht "Zentralnaja" bei Grischeno. Inoffizieller Mitarbeiter der GPU. Nach 1936 als Jäger und Goldgräber in Sotschi, dann auf der Schachtanlage "Tscheluskinzew" bei Petrowska. Am 25. Oktober 1937 verhaftet, in Stalino inhaftiert und der Spionage und Diversion beschuldigt. Nach wochenlangen Vernehmungen unterschrieb er am 13. November das geforderte Geständnis, unterzeichnete eine NKWD-Verpflichtung und erhielt eine Schein-Quittung über 1.000 Rubel Agentenlohn. Am 9. Februar nach Kiew transportiert, eröffnete man ihm das Ausweisungsurteil und brachte ihn zur Grenze. Rückkehr nach Gelsenkirchen, später in Recklinghausen. Paul Ludewig starb am 9. Dezember 1962 in Schötmar.

Web:
Literatur:

Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 276-277

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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