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Name:
Waschwill, Fritz
Geboren:
19. Februar 1898, Sonnenberg Kr. Darkehnen/Ostpr.
Bio:

1916 bis Februar 1919 Militärdienst, dann bei der Kleinbahn in Trempen in Ostpreußen beschäftigt. 1921 Heirat mit Minna Krohn, 1924 Geburt eines Sohnes. Im gleichen Jahr Umzug und Aufnahme der Arbeit auf der Thyssen-Zeche, Schacht II/5 in Hamborn. 1932 Ausreise zur Arbeit in die Sowjetunion, Arbeit auf Schacht "7. November" in Leninsk-Baikaim. Am 9. Juni 1937 verhaftet, der Spionage, der Schädlingsareit und des Terrors angeschuldigt und im Gefängnis in Nowosibirsk inhaftiert. Am 25. Oktober 1938 zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Gefängnis in Tomsk, später in Magnitogorsk, Werchural, dem Insel-Lager Solowki und Orjol. Am 3. Dezember 1939, nach Mitteilung der Ausweisung, nach Moskau transportiert. Am 22. Dezember 1939 kam Fritz Waschwill zur Grenze und wurde von der deutschen Polizei übernommen. Er wurde ins Gefängnis nach Warschau gebracht, am 13. Januar 1940 nach Lublin. Schließlich kam er über das Rückwandererheim Mettmann nach Hause. Minna Waschwill wurde Ende des Jahres 1937 ausgewiesen und kam im Januar 1938 mit ihrem Sohn nach Deuschland zurück.

Web:
Literatur:

Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 346-347

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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Einst wollten wir die Welt verändern, Karriere machen, Entscheidungen fällen -
jetzt graben wir um, stecken Zwiebeln und bekämpfen nicht den Kapitalismus,
sondern den Dickmaulrüssler.

(Eva Demski)