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Name:
Birke, Reinhold
Geboren:
29. Januar 1894, Łódź
Bio:

Birke arbeitete Ende September 1919 auf der Zeche General Blumenthal I/II, später bis Ende Juli 1930 auf König Ludwig IV/V. KPD-Mitglied. Heirat am 1. September 1921 mit Maria Vietze, geb. 1899, zwei Kinder. Die Birkes reisten am 15. August 1930 gemeinsam mit der Familie Sobiech aus Gelsenkirchen nach Bobrik-Donskoi. Reinhold Birke wurde Sowjetbürger. Er scheint als Politlehrer tätig gewesen zu sein und leitete wohl die deutsche KP-Gruppe in Bobrik. Er wurde am 23. Oktober 1937 wegen Verdachts von Straftaten nach Art. 58-6 und 58-10 StGB der RSFSR verhaftet und aus der Partei ausgeschlossen. Verurteilt wurde Birke durch Sonderberatung beim NKWD der UdSSR v. 20. März 1938 wegen konterrevolutionärer Aktivitäten (ohne Bezug auf das Gesetz) zu 10 Jahren in einem Besserungs- und Arbeitslager. Seine Familie ist ihm (wohl nach Ablauf seiner Lagerzeit) nachgereist. Reinhold Birke gilt als verschollen. Rehabilitierung durch das Präsidium des Moskauer Gebietsgerichts am 8. März 1957.

Web:
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/sites/default/files/uploads/files/2020-06/nachtraeglich_bekannt_gewordene_opfer_aus_dem_ruhrgebiet.pdf
Literatur:

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
arrow Verzeichnis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Korrekturempfehlungen oder Ergänzungen:
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Das Gedenken aber an jene, die vor uns lebten, hütet den großen Zusammenhang, 
es bewahrt uns vor der Verflachung, es ist ein Schutz vor dem Nichts.

(Gertrude v. Schwarzenfeld, Cornwall, 1982)