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Name:
Braun, Gertrud
Geboren:
19. April 1907, Ostrowo/Polen
Bio:

1927 bis 1929 Studium an der Universität in Breslau und in Berlin. März 1928 bis Juli 1930 illegale Tätigkeit für die Abteilung Internationale Verbindungen der Komintern und die IV. Verwaltung des Stabes der Roten Armee. Ende Mai 1932 mit ihrem Mann Einreise in die UdSSR. Von August 1932 bis Mai 1933 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Marx-Engels-Institut. Am 8. Mai 1933 wegen "parteifeindlicher Äußerungen, Doppelzünglertum und Verschweigen dieser Äußerungen gegenüber der Partei" aus der Partei ausgeschlossen. August 1933 bis 1935 Arbeit im Moskauer Elektrosawod. Am 11. Mai 1938 von der Sonderberatung des NKWD als "Angehörige eines Verräters an der Heimat" zu acht Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 12. Juni 1938 aus dem Butyrka-Gefängnis in Moskau im KARLag eingetroffen, am 11. Oktober 1946 entlassen. 1956 Ausreise in die DDR. 1976 verstorben.

Web:
Literatur:

Hedeler, Wladislaw: Möglichkeiten und Grenzen bei der Erstellung von Kollektivbiographien Dokumente von Gulag-Häftlingen in den Kaderakten der Komintern. In: Buckmiller, Michael u. Klaus Meschkat (Hrsg.): Biographisches Handbuch zur Geschichte der Kommunistischen Internationale. Berlin: De Gruyter, 2007, S. 396; Vollgraf, Carl-Erich, Richard Sperl u. Rolf Hecker (Hrsg.): Stalinismus und das Ende der ersten Marx-Engels-Gesamtausgabe (1931-1941). Dokumente über die politische Säuberung des Marx-Engels-Instituts 1931 und zur Durchsetzung der Stalinschen Linie am vereinigten Marx-Engels-Lenin-Institut beim ZK der KPdSU aus dem Russischen Staatlichen Archiv für Sozial- und Politikgeschichte Moskau. Beiträge zur Marx-Engels-Forschung. Neue Folge. Sonderband 3. Berlin 2001. S. 402f.

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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Korrekturempfehlungen oder Ergänzungen:
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Es genügt nicht,

keine Meinung zu haben.

Man muß auch unfähig sein,

sie auszudrücken.

 

(Wolfgang Neuss)