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Name:
Deussen, Willy (Josef Wilhelm)
Geboren:
2. März 1903, Mülheim
Bio:

Sohn eines Schornsteinfegermeisters. Wuchs nach dem Tod der Eltern im Waisenhaus auf. 1917 Unteroffiziers-Vorschule, bis 1922 Reichswehr. Fahnenflucht und sechsmonatige Haft. Arbeit in einem Kalischacht bei Hannover. 1924 Ruhrbergbau. Seit 1931 KPD. Unterbezirksparteischule in Gelsenkirchen, Vorsitzender des Erwerbslosenausschusses in Wanne-Eickel. Heirat mit Anna Bornemann, geb. 1902. Vertrag mit Kohletrust im Kusbass und am 4. September 1932 Ausreise in die Sowjetunion. Scheidung 1934. Deussen kam nach Prokopjewsk, arbeitete dort auf dem Koksschacht. Brigadier. Heirat und erneute Scheidung. Am 13. Juni 1937 verhaftet, am 2. August Parteiausschluss. Einer späteren Nachricht zufolge ist Willy Deussen in einem Lager im Ural verhungert.

Web:
Literatur:

Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 56; Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 195-196

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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Wenn ein Dummkopf einen Stein in den Garten wirft,
können ihn tausend Weise nicht entfernen.

(zit. nach Joseph Roth, Brief an Arnold Zweig vom 28. August 1934)