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Name:
Triebelnig, Engelbert
Geboren:
1. September 1904, St. Ruprecht
Bio:

Engelbert Triebelnig wurde 1904 in St. Ruprecht, das damals noch nicht Teil der Stadt Klagenfurt war, geboren. Er war von Beruf Maurer und Mitglied der KPÖ. Wahrscheinlich wegen Arbeitslosigkeit beschloss Triebelnig mit seinem Freund arrow Otto Regenfelder, der als ehemaliger Kriegsgefangener gut Russisch konnte, auf Arbeitssuche nach Russland zu fahren. Da alle Versuche, ein Visum oder einen Arbeitsvertrag zu erhalten, scheiterten, fuhren die beiden im Juni 1932 nach Königsberg (Ostpreußen), wo sie auf dem sowjetischen Konsulat eine Einreisebewilligung für die UdSSR beantragten. Als sie einen Monat später die Abweisung erhielten, beschlossen sie, die lettisch-sowjetische Grenze illegal zu überqueren. Kaum auf sowjetischem Gebiet angelangt, wurden Regenfelder und Triebelnig am 3. September 1932 festgenommen, nach Ostrov gebracht (wahrscheinlich ist die Stadt im Gebiet Pskov gemeint) und ins Gefängnis eingeliefert. Die Verhöre fanden im Kresty-Untersuchungsgefängnis in Leningrad statt. Regenfelder und Triebelnig versuchten, durch Vorweisen ihrer KPÖ-Parteibücher ihre Lage zu verbessern. Nach einem Hungerstreik Regenfelders ließ der Verhörbeamte, ein ehemaliger k.u.k. Soldat und gebürtiger Klagenfurter, den Spionagevorwurf fallen. Am 26. oder 29. Dezember 1932 wurden die beiden Gefangenen zur Ausweisung verurteilt und am 10. Januar 1933 über die lettische Grenze abgeschoben.

Web:
www.doew.at/erinnern/biographien/oesterreichische-stalin-opfer-bis-1945/stalin-opfer-t/triebelnig-engelbert
Literatur:

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
arrow Verzeichnis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Korrekturempfehlungen oder Ergänzungen:
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