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Name:
Etterer, Anna (Anni)
Geboren:
14. Mai 1913, München
Bio:
Kontoristin, Kaufmannsgehilfin. Jugendgruppe des Zentralverbandes der Angestellten. Schreibkraft bei der RGO, seit 1931 Mitglied der KPD, Gewerkschaftsfunktionärin. Ab Ende April 1933 im Gefängnis Stadelheim als Geisel für ihren Mann Franz Schwarzmüller, am 15. März 1934 mangels Beweisen entlassen. Emigrierte 1935 über die Tschechoslowakische Republik zu ihrem Mann in die UdSSR. Tätigkeit am Internationalen Agrarinstitut in Moskau. 1936 Geburt der Tochter Käthe. Am 8. März 1938 verhaftet und am 26. Mai 1938 zu fünf Jahren Lager verurteilt und im Kargapol-Lag (Gebiet Archangelsk) interniert, wo die Tochter verstirbt. Am 20. März 1940 entlassen. Geburt der Tochter Erika (* 16. Juni 1941), Zwangsansiedlung im Gebiet Karaganda. Am 14. Februar 1946 kehrte sie nach Deutschland zurück. Seit April 1946 hauptamtliche Tätigkeit bei der KPD-Organisation in München. 1952 Übersiedlung mit dem zweiten Ehemann in die DDR, Mitglied der SED und als \"Verfolgte des Naziregimes\" anerkannt. Bis zur Pensionierung 1965 im Zentralvorstand der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft tätig. Verstarb 1992 in Berlin.
Web:
www.nkwd-und-gestapo.de/alphabet-liste.html
Literatur:
Dehl, Oleg: Verratene Ideale. Zur Geschichte deutscher Emigranten in der Sowjetunion in den 30er Jahren. Berlin: trafo, 2000, S. 163; Stark, Meinhard: \"Ich muß sagen, wie es war\". Deutsche Frauen des GULag. Berlin: Metropol, 1999, bes. S. 257-258

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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