- Name:
- Hauschild, Robert (auch: Haus, Rudolf)
- Geboren:
- 28. April 1900, Gera
- Bio:
Wurde nach dem Besuch des Gymnasiums Journalist. Seit 1919 Mitglied der KPD, Mitte der zwanziger Jahre Redakteur und Mitarbeiter an verschiedenen KPD-Zeitungen. Verheiratet mit Hilde Hauschild, geb. Löwenstein (Pseud.: Löwen). Hauschild machte sich einen Namen als Experte für militärpolitische Fragen und arbeitete im AM-Apparat der KPD mit. Auch als Autor für philosophische Themen (etwa das Verhältnis von Marx und Feuerbach) oder als Engels-Editor wurde er bekannt. 1932 in die Sowjetunion übergesiedelt, arbeitete Hauschild unter dem Pseudonym Rudolf Haus als Redakteur der "Deutschen Zentral-Zeitung" (DZZ) und der Zeitschrift "Gegen-Angriff" in Moskau. Am 31. August 1936 vom NKWD verhaftet und am 28. Mai 1937 zu fünf Jahren Lager verurteilt. Robert Hauschild wurde im Gulag ermordet, das genaue Todesdatum ist nicht bekannt.
- Web:
- www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3B-1424.html?ID=4426
- Literatur:
Dehl, Oleg: Verratene Ideale. Zur Geschichte deutscher Emigranten in der Sowjetunion in den 30er Jahren. Berlin: trafo, 2000, S. 307; Lukács, Georg, Johannes R. Becher, Friedrich Wolf u.a.: Die Säuberung. Moskau 1936: Stenogramm einer geschlossenen Parteiversammlung. Reinbek b. Hamburg: Rowohlt, 1991, S. 436
Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
Verzeichnis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Korrekturempfehlungen oder Ergänzungen: