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Name:
Hebel, Rudolf (auch: Holz, Rudi; Wrublewski, Rudi)
Geboren:
21. Mai 1905, Berlin
Bio:

Tischler. Seit 1923 KPD, Fichte-Sportler. Leitende Funktion im UB Berlin-Südwest. Wegen schweren Tbc-Leidens am 23. Dezember 1932 Abreise in die UdSSR zu einem längeren Aufenthalt in einem Sanatorium auf der Krim. Anschließend bis April 1937 mit seiner Frau Brunhilde und Tochter in Moskau. Studium der Geschichte, Aspirantur und Tätigkeit als Dozent an der KUNMS. Im April 1937 Übersiedlung nach Engels, Lehrer für Geschichte. Am 6. Februar 1938 verhaftet. Auf Beschluss einer Sondersitzung vom 23. Dezember 1940 zu 8 Jahren Freiheitsentzug verurteilt. Am 12. Mai 1941 ebenfalls auf Beschluss einer Sondersitzung Aufhebung des Urteils, am 17. Mai 1941 ausgewiesen. Rückkehr nach Berlin zu seiner Familie. Ende Mai 1941 von der Gestapo verhaftet, ab September 1941 im KZ Sachsenhausen. Im Februar 1943 Hochverratsprozess vor dem Kriminalgericht Berlin-Moabit, zu 1 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt. Einweisung in das berüchtigte Berliner "Arbeitslager" bei Biesdorf, von dort zurück in das KZ Sachsenhausen. Im Oktober 1944 Überführung in das Vernichtungslager Mauthausen. Nach der Befreiung des KZ 1945 vermutlich dort oder in einem Krankenhaus in der Umgebung verstorben.

Web:
Literatur:

Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 94-95

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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