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Name:
Herzig, Heinrich
Geboren:
1899, Schalke
Bio:

Sohn eines Bergmanns. Modellschreiner. Sozialdemokratische Jugend 1910 bis 1919, ab 1920 KPD. Mitglied der Naturfreunde, des Bundes proletarischer Freidenker und der Revolutionären Gewerkschaftsopposition (RGO). 1929 KPD-Stadtverordneter in Essen, nach Teilnahme an einem Streik bei den Essener Eisenwerken fristlos gekündigt. Im September 1932 Ausreise in die Sowjetunion nach Krasni Lutsch, wo sein Bruder Willi arbeitete. Die Ehefrau Anna, geb. Schlegel, und die Tochter Annelore folgten ihm 1933. Seit 15. Dezember 1936 Mitglied der KPdSU. Verhaftung am 17. Juli 1937 und Inhaftierung im Gefängnis in Stalino. Parteiausschluss im Dezember 1937. Anna Herzig wurde zwei Wochen nach ihrem Mann verhaftet. Sie war zehn Monate in Untersuchungshaft, bevor sie ausgewiesen und am 7. Juni 1938 nach Polen abgeschoben wurde. Heinrich Herzig gilt - wie sein Bruder - als verschollen.

Web:
Literatur:

Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 97; Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 233-234; Schmidt, Ernst: Die Herzig-Familie aus dem Essener Norden, in: Ders.: Lichter in der Finsternis. Essener Opfer der Stalin-Ära, oppositionelle Linke und Fahnenflüchtige 1933-1945. Bd. 3. Essen: Klartext, 1994, S. 39-49

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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