- Name:
- Kogler, Arnulf
- Geboren:
- 16. August 1890, Stainz (Steiermark)
- Bio:
Arnulf Kogler wurde 1890 in Stainz (Bezirk Deutschlandsberg) in der Steiermark geboren. Er studierte - wahrscheinlich in Graz - Geschichte, arbeitete dann als Lehrer und Archivar. Nach Gestapo-Angaben wurde ihm wegen verschiedener Delikte, für die er mit drei Jahren Kerker bestraft wurde, sein akademischer Grad aberkannt. Politisch nicht organisiert, fuhr Kogler 1932 mit einer Studiendelegation mit der Absicht, dort Arbeit zu finden, nach Moskau. Am 13. Mai 1932 wurde ihm ein Arbeitsplatz in Magnitogorsk zugewiesen, später unterrichtete Kogler (zusammen mit Boris Brainin , den er bei der österreichischen Gesandtschaft denunzierte) Geschichte an der Pädagogischen Hochschule in Engels. Am 25. Oktober 1937 wurde Kogler verhaftet, er dürfte damals in Moskau oder Kljaz'ma bei Moskau gelebt haben. Kogler wurde der Spionage beschuldigt, die 3. Abteilung des GUGB in Moskau übergab die Entscheidung an das Politbüro. Am 3. Jänner 1938 wiesen Ždanov, Molotov, Kaganovič und Vorošilov das Militärkollegium des Obersten Gerichts an, Kogler zum Tode zu verurteilen. Es verhängte jedoch „nur“ ein Urteil von fünf Jahren Lagerhaft. Wie in mehreren ähnlichen Fällen in Bezug auf Deutsche und Österreicher wurde das Urteil aufgehoben und Kogler des Landes verwiesen. Am 5. Februar 1940 wurde Kogler der Gestapo bei Brest-Litovsk übergeben. Er traf am 8. Februar 1940 in Wien ein, wurde zur Deutschen Wehrmacht eingezogen und diente 1942 an der „Ostfront“.
- Web:
- Literatur:
Weber, Hermann: „Weiße Flecken“ in der Geschichte. Die KPD-Opfer der Stalinschen Säuberungen und ihre Rehabilitierung. Berlin: LinksDruck, 1990, S. 96-97; Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 119 (dort als Arnulf Kögler)
Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
Verzeichnis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Korrekturempfehlungen oder Ergänzungen: