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Name:
Kolbe, Erna, geb. Denecke (auch: Dalle)
Geboren:
7. Januar 1904, Berlin
Bio:
Vater Metallarbeiter, Mutter Hausfrau. Stenotypistin.1919 FSJ, 1923 KPD. Seit 1928 verheiratet mit Ernst Kolbe. 1930 Geburt eines Sohnes, der 1933 verstarb. Von 1922 bis 1933 im zentralen Apparat des KJVD bzw. der KPD tätig. Im September 1933 in die Sowjetunion emigriert, arbeitete als Sekretärin bei der Komintern, zuletzt in der deutschen Redaktion des Internationalen Radiokomitees. 1936 von der Arbeit bei der KI suspendiert, Geburt der Tochter Elli, die nach der Verhaftung 1937 zur Adoption freigegeben wurde. Am 9. September 1937 verhaftet, im Februar 1938 durch eine Dreierkommission zu 10 Jahren Lagerhaft verurteilt (u.a. Marinsk, Kotlas), zuletzt Zwangsarbeit im Lager Temnikov in der Mordwinischen ASSR. 1947 zur Ansiedlung in Pawlodar (Kasachstan) \"auf ewig\" verpflichtet. Kehrte am 5. Juni 1956 aus der UdSSR zurück, Mitglied der SED und als \"Verfolgte des Naziregimes\" anerkannt, Invalidenrentnerin. Verstorben am 15. Dezember 2000. Am 1. September 1956 wurde durch die ZPKK die Parteimitgliedschaft von Anfang an wieder hergestellt.
Web:
www.nkwd-und-gestapo.de/alphabet-liste.html
Literatur:
Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 120; Stark, Meinhard: \"Ich muß sagen, wie es war\". Deutsche Frauen des GULag. Berlin: Metropol, 1999, bes. S. 255

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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