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Name:
Kolbe, Ernst (auch: Schlüter)
Geboren:
6. April 1905, Berlin
Bio:
Arbeitersohn; Werkzeugmacher. Verheiratet mit Erna Kolbe, geb. Denecke. Seit 1925 im KJVD, gehörte der BL Berlin-Brandenburg an. Er trat 1926 der KPD bei. 1932 Orgsekretär des \"Vereins für Freidenker und für Feuerbestattung\" in Berlin, anschließend Angestellter in der Verlagszentrale der KPD sowie 1932 Mitglied des Sekretariats der RGO-BL Berlin. Als illegaler Kurier am 12. April 1933 festgenommen und bis Oktober 1933 inhaftiert. Danach Emigration in die Sowjetunion, als Werkzeugmacher in einer Nadelfabrik in Kunzewo (Moskau) bzw. als Mechaniker im Allunionsveterinärinstitut in Kusminki. Kolbe wurde vom NKWD im November 1937 festgenommen und zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt, anschließend nach Karaganda verbannt. Schlosser und Werkzeugmacher. Ende 1956 konnte er in die DDR ausreisen, Mitglied der SED, Anfang 1957 nichtöffentliche \"Rehabilitierung\". Bis Anfang der siebziger Jahre war er u. a. wissenschaftlicher Mitarbeiter im Ministerium für Wissenschaft und Technik. Ernst Kolbe starb am 3. Juni 1989 in Ost-Berlin.
Web:
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3B-1424.html?ID=4619
Literatur:
Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 120-121

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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