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Name:
Kösling, August
Geboren:
27. September 1902, Kinderhof Kr. Gerdauen/Ostpr.
Bio:

Bergarbeiter. Ende 1921 im Ruhrgebiet, Arbeit auf der Zeche Shamrock 3/4 in Herne. 1923 Heirat mit Auguste Dolief, geb. 1905. Geburt der Tochter Hildegard. Seit 1928 Arbeit auf der Krupp-Zeche Sälzer & Neuack. 1929 KPD, leitete eine Straßenzelle in Essen-Stoppenberg. 1931 Betriebsrat auf der RGO-Liste, im Mai entlassen. Im RFB aktiv. Kam mit Ehefrau und Tochter im November 1932 zur Arbeit in die Sowjetunion. Arbeit in Prokopjewsk auf einem Koksschacht. 1935 wurden die Eheleute Sowjetbürger. Im Dezember 1937 wurde August Kösling verhaftet und zu zehn Jahren Lager verurteilt. Er gilt als verschollen. Hildegard Kösling bekam 1942 in der Ukraine, nach der Besetzung durch die Wehrmacht, Arbeit bei der Reichsbahn und kehrte 1943 nach Deutschland zurück. Auguste Kösling heiratete noch einmal und lebte im Kreis Rowno.

Web:
Literatur:

Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 123; Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 253-254

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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