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Name:
Wallendorf, Anna, geb. Faltermann (auch: van den Burg; Sonntag, Grete; Krüger, Margarete)
Geboren:
25. Januar 1904, Viernheim
Bio:
Tochter einer Fabrikarbeiterfamilie. Arbeiterin, Verkäuferin. Seit 1928 Mitglied der KPD, Funktionärin einer Betriebszelle. Von 1925 bis 1933 war sie mit Otto Krüger (* 4. Dezember 1899), einem Mitarbeiter des AM-Apparates verheiratet. Auch sie arbeitete für den AM-Apparat. Nach 1933 lebte sie als Hilde van den Burg zunächst in den Niederlanden. Kam im Juli 1935 mit ihrem Mann Philipp Wallendorf in die Sowjetunion. Wurde im Januar 1938 verhaftet. Unter dem Namen Margarethe (Grete) Sonntag Lederarbeiterin. In der Untersuchungshaft war Margarete Buber-Neumann mit Grete Sonntag zusammengetroffen. Später schilderte Buber-Neumann den Leidensweg von Grete Sonntag in ihrem autobiographischen Bericht \"Als Gefangene bei Stalin und Hitler\" (1949). Anna Wallendorf überlebte Lagerhaft und Verbannung in Karaganda und konnte im Februar 1957 als Margarete Krüger in die DDR ausreisen. Sie lebte zuletzt in Berlin-Pankow und starb am 11. März 1972 in einem Pflegeheim in Blankenburg b. Berlin.
Web:
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3B-1424.html?ID=5366
Literatur:
Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 248

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Das Gedenken aber an jene, die vor uns lebten, hütet den großen Zusammenhang, 
es bewahrt uns vor der Verflachung, es ist ein Schutz vor dem Nichts.

(Gertrude v. Schwarzenfeld, Cornwall, 1982)