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Name:
Umek, Hermann
Geboren:
6. Januar 1902, Pichling bei Köflach/Steiermark
Bio:

Staatenlos. Wuchs bei Pflegeeltern in Sodingen auf. Jungbergmann auf der Zeche Hugo I in Buer, später auf der Zeche Nordstern als Dampfmeister. 1921 Heirat mit Katharina Klobuszewski. Im August 1930 zur Arbeit in die Sowjetunion nach Kisel, dort Spezialist für Schrämmmaschinen. Frau und Sohn Hermann folgten im Juli 1931. Am 11. November 1937 wurde Hermann Umek in Kizel verhaftet und der Spionage, konterrevolutionären Agitation und antisowjetischen Tätigkeit beschuldigt. Abtransport nach Swerdlowsk und in Einzelhaft. Frau und Sohn durften ausreisen. Im April 1939 Nachuntersuchung und neue Anklage wegen Sabotage und vorsätzlicher Verursachung von Materialschäden. Im Juli 1939 von Kisel nach Solikamsk verlagt, dort Erkrankung an Skorbut. Abtransport ins Butyrka-Gefängnis nach Moskau. Zum Jahresende 1939 wurde Umek zusammen mit 200 weiteren Personen Richtung Grenze in Marsch gesetzt. In Lublik hielt die Gestapo Umek bis zum 21. Januar 1940 in Haft, am 23. Februar war er wieder zuhause.

Web:
www.doew.at/erinnern/biographien/oesterreichische-stalin-opfer-bis-1945/stalin-opfer-u/umek-hermann
Literatur:

Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 342-343

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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Man thut den Menschen ja leider selten Unrecht,

weil sie meistens nicht so feine Leut' sind -


(Karl Popper, 1915)