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Name:
Zacher, Maria, geb. Prizibylla
Geboren:
18. Dezember 1893, Ellguth/Schlesien
Bio:

Tochter einer Arbeiterin, kam als Kind ins Ruhrgebiet, Haushaltshilfe und Arbeit bei Bauern. Am 4. August 1914 Heirat mit Gustav Zacher, Februar 1915 Geburt der Tochter Ilse. Während des 1. Weltkriegs Arbeit auf der Schachtanlage Brassert in Marl. Mitglied der KPD, Leiterin der Frauengruppe in Marl. Folgte ihrem Ehemann im Oktober 1930 in den Donbass. Im April 1931 Mitglied der WKP(b). Arbeit in der Kantinenküche in Juny Kommunar, später Verkäuferin in der Kooperative. Im Mai 1933 Studentin der KUNMS in Moskau. 1934/35 Praktika auf Kolchosen. Nach Studienabschluss zur Arbeit nach Rinowo. Im Herbst 1937 wurden Maria und Gustav Zacher festgenommen und im Gefängnis in Stalino inhaftiert. Das Ehepaar gilt als verschollen.

Web:
Literatur:

Mensing, Wilhelm: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen: Klartext, 2001, S. 352-353

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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Es ist eine von mir oft ausgesprochene Theorie, daß alle Menschen von übeln Dünsten, ungraziösem Äußeren, häßlichem Gesicht, kurz: die Pechvögel in der Liebe, einer nationalistisch-antisemitischen Gesinnung zuneigen!

Anton Kuh