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Name:
Lüschen, Heinz
Geboren:
23. Oktober 1911, Berlin
Bio:

Besuch der Karl-Marx-Aufbauschule in Neukölln. Mitglied des Sozialistischen Schülerbundes. 1931 Abitur, anschließend Berufung zur pädagogischen Tätigkeit in der Republik der Wolgadeutschen in der UdSSR. Seit Oktober 1931 Studium an der Deutschen Pädagogischen Hochschule in Engels, 1932 Komsomol, Januar 1934 Abschluss der Hochschule, Diplomhistoriker. Seit März 1934 Lehrer für Geschichte, Gesellschaftskunde und Geographie in der Moskauer Karl-Liebknecht-Schule. Wurde am 26. Oktober 1936 verhaftet, am 22. Juni 1937 vom Sondertribunal beim NKWD zu 5 Jahren Arbeitslager verurteilt, im August 1938 zusammen mit Georg Gerschinski zu erneuten Verhören nach Moskau gebracht, weil beide wegen angeblicher Spionage denunziert worden waren. Zur Abbüßung der Reststrafe ins Nordostlager (Gebiet Magadan) abtransportiert. Am 17. April 1942 zur Erschießung verurteilt, am 29. Juni 1942 erschossen. Zweifache Rehabilitierung: am 20. Dezember 1960 für das Jahr 1942 und am 9. März 1989 für das Jahr 1937.

Web:
Literatur:

Weber, Hermann: "Weiße Flecken" in der Geschichte. Die KPD-Opfer der Stalinschen Säuberungen und ihre Rehabilitierung. Berlin: LinksDruck, 1990, S. 101; Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.): In den Fängen des NKWD. Berlin: Dietz Verl., 1991, S. 142; Mussijenko, Natalija & Alexander Vatlin: Schule der Träume. Die Karl-Liebknecht-Schule in Moskau (1924-1938). Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2005, bes. S. 245, 327-328

Hilfestellung bei der Auflösung verwendeter Abkürzungen:
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